Freud & Leid von Templates und Hompagebaukästen – Newsletter 4/2017

Ohne Website geht es schon lange nicht mehr, ob Großkonzern oder Tante-Emma-Laden. Und die Qualität im Web hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Sites großer wie kleiner Unternehmen machen zumindest die ganz groben Usability-Fehler nicht mehr und sie sehen großteils ordentlich aus.

Das war vor 15 Jahren anders, als die erste Auflage meines Buchs Website-Konzeption herauskam. Jetzt ist gerade vor wenigen Tagen die neueste Auflage erschienen, und verglichen mit der 1. Auflage hat sich viel getan. (Mehr zum Buch sowie eine Verlosung am Ende dieses Newsletters.)

Screenshot Websites um 2000
Um das Jahr 2000 sahen Websites so aus. Das waren durchaus gute Beispiele damals.

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Gestensteuerung für Lampen

User Experience betrifft nicht nur Smartphones und Webseiten. Neben Smart Home-Anwendungen bekommen immer mehr Geräte immer mehr Funktionen, die der Nutzer irgendwie steuern können muss. Sogar so etwas Einfaches wie eine Lampe. Früher hat man Lampen einfach eingeschaltet und wieder ausgeschaltet. Wenn eine Lampe aber mehr als eine Funktion mitbringt, …

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Hamburger vom Menü streichen!

Screenshot Website mit Hamburger Icon
Gerade Design-Agenturen lieben Hamburger Menüs – hier Xander Creative.

Das Hamburger-Menü ist bei Designern und machen Konzeptern sehr beliebt – mit den drei Strichen oben links oder rechts deuten wir dem Benutzer an, dass er hier das Menü findet. Insbesondere wenn wenig Platz zur Verfügung steht wie etwas auf Smartphones, ist das enorm praktisch.

Leider bringt das aber auch enorme Usability-Probleme mit sich. Denn zum einen wissen noch immer etliche Nutzer nicht, was die drei Striche bedeuten. (Hier kommt wieder das Problem zu tage: Wir sind nicht unsere Nutzer.) Auch wenn uns, die wir täglich mit sehr bewusst interaktiven Anwendungen umgehen und über sie nachdenken, absurd erscheint. Schließlich nutzt dieses Icon fast jeder seit Jahren.

Noch nicht überzeugt? Kara Pernice von NNG bringt in diesem kurzen Video ein paar überzeugende Argumente: Hamburger Menus Hurt UX Metrics

Hamburger Menus Hurt UX Metrics (Kara Pernice)

Wer’s lieber Deutsch mag oder wer lieber liest – ein älterer Beitrag im Usabilityblog mit Hintergründen zum Thema: Die Top 3 Fragen zum Burger-Menü

Notizen & Audio von Interviews, Befragungen & Meetings

Wer genaue Notizen zu Gesprächen machen will, braucht eine gute Software. Natürlich kann man einfach Audio (oder Video) mitschneiden und parallel Notizen machen. Das ist aber bei längeren Sitzungen sehr mühsam. Daher bringt eine spezielle Notiz-App hier eine gewaltige Arbeitsersparnis. Denn diese verknüpfen die Notizen mit der Audioaufzeichnung. Das heißt, …

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Wie teste ich, ob meine Informationen gut sind?

Mehr als 1 Milliarde Websites gibt es laut internetlivestats.com. Drei Viertel davon sind jedoch nur Platzhalter – nicht mehr genutzte Domains, reservierte oder auf Vorrat gekaufte. Es bleiben noch 250 Millionen Sites. Und von diesen sind der Großteil keine, die etwas verkaufen oder komplexe Dienste anbieten. Die allermeisten dieser Websites …

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Rechtliche Hinweise – was braucht jede Site? – Newsletter 3/2017

Als Website-Betreiber muss man sich leider auch mit rechtlichen Themen befassen. Für die meisten ist das lästig und unangenehm, weil man immer das Gefühl hat, mit einem Bein schon im Gefängnis zu stehen – was aber Unsinn ist. Denn dass es so weit kommt, muss man schon verbrecherische Aktivitäten auf …

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Bewertungen sind unverzichtbar

Vor wenigen Tagen habe ich ein Suchportal mit 25 Nutzern im Usability-Labor getestet. Dabei gab es wie üblich viele Erkenntnisse zu Details, wie sich dieses verbessern lässt. Was mich aber überrascht hat, waren drei Erkenntnisse: Bewertungen sind elementar und werden von allen Benutzern beachtet, von drei Vierteln aktiv genutzt. Filter …

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Alltägliches ist gar nicht so einfach

Ein gutes Beispiel für die Erkenntnis Wir sind nicht unsere Nutzer ist die Gesprächsannahme bei Android. Das sind so Sachen, die sind für die meisten von uns so selbstverständlich, dass wir gar nicht darüber nachdenken. Oder können Sie spontan ohne Griff zum Smartphone beschreiben, wie Sie ein Gespräch annehmen?

Genau das musste ich neulich als Telefonsupport für einen Silver Surfer in der Familie… und musste tatsächlich googeln, weil ich gerade kein Android zur Hand hatte. Dabei habe ich entdeckt, dass dieses Problem offenbar mehrere Menschen haben. Eine verdiente Nutzerin hat das in einem kurzen Clip gezeigt. Rührend finde ich auch die Häkeldecke im Hintergrund…

https://youtu.be/QbDSga8L4zM

Fazit: Wir dürfen nie davon ausgehen, dass andere Nutzer das verstehen, war für uns alltäglich ist.