Spambekämpfung rechtswidrig – wenn Sie Akismet nutzen

Das Datenschutzrecht schreibt vor, dass Kundendaten nur auf Servern gespeichert werden, die in Ländern stehen, welche die europäischen Datenschutzrichtlinien einhalten. Das ist an sich gut, nur leider bereitet es Websitebetreibern immer wieder Probleme.

Diesmal sind WordPress-Nutzer betroffen. Ein Plug-In, was fast jeder nutzt, ist Akismet. Es untersucht jeden einzelnen Kommentar und nimmt dem Website-Betreiber die nervtötende Arbeit ständig unsinnige (meist englischsprachige) Spam-Kommentare zu löschen.

Das Problem: um das zu tun, schickt Akismet jeden Kommentar erstmal auf seinen Server. Und der, Sie ahnen es schon, steht in den USA. Wollen Sie auf der richtigen Seite sein, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Deaktivieren Sie Akismet (bis es dem Safe-Harbor-Abkommen beigetreten ist, es sich also verpflichtet, die EU-Standards einzuhalten – was geplant ist).
  • Nutzen Sie ein anderes PlugIn.
  • Verwenden Sie eine Datenschutzerklärung.

Mehr zur Datenschutzerklärung steht auf der deutschen WordPress-Seite: Hinweise zum Datenschutz beim Einsatz von Akismet in Deutschland

Was passiert, wenn ich nichts mache?

Bei WordPress Deutschland heißt es:

Es bleibt jedem überlassen, sich an die Hinweise hier zu halten. In den meisten Fällen wird nichts passieren. Kommt es jedoch zu einer Abmahnung oder gerichtlichem Vorgehen, können Kosten von mehreren hundert Euro entstehen.

5 Gedanken zu “Spambekämpfung rechtswidrig – wenn Sie Akismet nutzen”

  1. Tja, nur welches „andere Plugin“ kommt an die ERkennungsrate von Akismet heran? Wahrscheinlich wird jedes von deutschen Datenschützern freigegebenes Tool grad *gar nix* erreichen!

    Mal wieder ein Beispiel, wie sich die Deutschen selbst in Knie schießen. Dürfen die Besucher ihrer Websites nicht analysieren, dürfen ihre Straßenzüge nicht in Street View sehen, müssen sich Spam-Lawinen ausliefern, etc.

    • Sobald Akismet dem Safe-Harbor-Abkommen beigetreten ist, wird sowieso alles gut.
      Wer nicht so lange warten will: Antispam Bee hat einen hervorragenden Ruf und wirkt auf mich technisch sogar noch fortgeschrittener als Akismet. Nur die Einrichtung kostet sicher etwas Mühe…

      • Zu der Verwendung von Antispam Bee sei noch erwähnt, dass
        es mit dem Jetpack-eigenen Plugin für Kommentare kollidiert.
        (nicht immer, aber bei mir zu 90%), so dass dem Kommentierer eine Fehlermeldung ausgeworfen wird und der Kommentar gar nicht übermittelt wird.
        Lösung bisher offesichtlich nut: Das „entweder oder“-Verfahren. Entweder Akismet an und Jetpack Kommentier-Plugin.
        Oder Antispam Bee an und das Standartplugin des Themes benutzen (oder ein selbst gesuchtes…)

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