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QR-Codes sind nutzlos

QR-Codes sind zweidimensionale Strichcodes. In diesen lassen sich wesentlich mehr Information unterbringen als in den bekannten Strichcodes, wie sie praktisch auf jeder Verpackung aufgedruckt sind und an der Supermarktkasse gescannt werden.

Was kann ein QR-Code?

Beispiel QR-Code
Solche QR-Codes können Texte anzeigen lassen oder zu URLs springen, wenn man sie einem Lesegerät füttert.
QR steht für quick response. Den Code fotografiert man mit einer speziellen App auf seinem Smartphone. Diese zeigt dann, was der Code tun soll. Erst nach Bestätigung wird das ausgeführt.

Bis zu 4.296 Zeichen kann ich in einem einzigen QR-Code unterbringen. Dabei kann man z.B. folgende Inhalte codieren:

  • Texte
  • URLs
  • E-Mails, bei der Adresse, Betreff und Text vorformuliert sind
  • SMS mit Zielnummer und Text

Will man einen QR-Code am PC scannen, kann man dazu Websites nutzen, bei denen man die URL eines Bildes mit QR-Code angeben oder ein solches Bild hochladen kann.

Die Hoch-Zeit der QR-Codes

Eine Zeitlang (so um 2011) waren QR-Codes in Marketing-Kreisen schwer angesagt. Die Fans dieser Technik sahen darin eine tolle Möglichkeit, offline- und online-Werbung zu verbinden. Es gab zum Beispiel Plakate mit QR-Codes. Las man diese mit seinem Smartphone ein, konnte man direkt bei einem Gewinnspiel mitmachen. Oder man sah ein Video mit dem beworbenen Produkt in der praktischen Anwendung.

Der Niedergang der QR-Codes

Richtig durchgesetzt hat sich die Technik aber nie. Zu hoch war die Hürde für die meisten Nutzer, eine eigene App auf ihrem Smartphone zu installieren. Und zu häufig erlebten Nutzer, dass sie einfach nur zu einer URL weitergeleitet wurden, die sowieso neben dem QR-Code abgedruckt war. Die URL abzutippen geht fast immer schneller, als die App zu öffnen, das Foto des Codes zu machen, und zu warten, bis die URL im Browser geöffnet wird.

Die lustigste Anwendung ist mir vor einem kleinen Geschäft begegnet: Dort war eine Tasche im Schaufenster ausgestellt und mehr Informationen via QR-Code wurden auf einem Zettel beworben. Scannte man den Code, landete man auf einer Website mit einem Foto genau dieser Tasche, vor der ich stand. Das war’s.

Zum Teil sind die Marketing-Leute also selbst schuld, dass QR-Codes so einen schlechten Ruf bekommen haben.

Links

Ein Beispiel für einen kostenlosen QR-Code-Generator:
www.qrcode-generator.de
Hier können Sie schnell prüfen, ob das codiert wurde, was Sie wollen:
http://zxing.org/w/decode.jspx

Wenn Sie sich über die aktuellen Hype-Themen im mobilen Marketing informieren wollen:
Why QR Codes Are Dead. (And 6 Other Things You Should Know About Mobile.)

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Reaktion(en) (2)
Die acht Elemente des Mobilen Marketings - contentmanager • vor4 Jahren

[…] Mehr zum Thema QR-Codes (und warum ich persönlich diese nicht sonderlich nützlich finde): QR-Codes sind nutzlos […]

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Die 8 Elemente des Mobilen Marketings – Newsletter 6/2015 - benutzerfreun.de • vor4 Jahren

[…] Mehr zum Thema QR-Codes (und warum ich persönlich diese nicht sonderlich nützlich finde): QR-Codes sind nutzlos […]

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Ich freue mich über Ihre Anmerkungen & Fragen.

By Daniele Zedda • 18 February

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By Daniele Zedda • 18 February

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