Bildbearbeitung mit KI kostenlos

Stand: Oktober 2026

Viele Angebote werben mit „kostenlos“ – fast immer bedeutet das: Das Bild hat ein sichtbares Wasserzeichen, die Registrierung mit Mailadresse ist verpflichtend oder es gibt nur drei Versuche am Tag. Wenn Sie ernsthaft mit Bilderzeugung per KI arbeiten wollen, kommen Sie um eine Bezahlversion langfristig nicht herum. Aber fürs Ausprobieren kann ich die folgenden Dienste empfehlen.

Ohne Anmeldung

  • Photopea, www.photopea.com
    Bildbearbeitung direkt im Browser, wirkt wie Photoshop. Das Hintergrund entfernen geht mit einem Klick, Bildteile können Sie per Textbeschreibung ersetzen.
  • remove.bg, remove.bg/de
    Spezialanbieter, der nur eine Sache macht: den Hintergrund entfernen. Kostenlos in geringer Auflösung (bis 0,25 Megapixel), für die volle Auflösung müssen Sie Credits kaufen.

Mit kostenlosem Konto

  • Adobe Express, adobe.com/express
    Jeden Tag bekommen Sie eine begrenzte Anzahl KI-Bearbeitungen gratis. Sie können etwa Objekte entfernen oder einfügen und den Hintergrund freistellen.
  • Microsoft Designer, designer.microsoft.com
    Sie bekommen ein monatliches Gratis-Kontingent. Hintergrund entfernen oder weichzeichnen und störende Objekte wegnehmen sind damit möglich.
  • MyEdit, myedit.online/de
    Bietet viele KI-Werkzeuge, von Qualitätsverbesserung bis Cartoon-Filter. Jeden Tag bekommen Sie ein paar kostenlose Credits.
  • Canva, canva.com
    Vorlagen für fast alles, viele Funktionen, einfach zu bedienen. Im Gratis-Konto sind 20 KI-Nutzungen dabei, etwa um Bilder zu erzeugen oder hochzuskalieren. Den Hintergrund entfernen können Sie aber nur mit der Bezahl-Version.

Bearbeiten per Chat: ChatGPT und Gemini

Beide Sprachmodelle erzeugen in der kostenlosen Version nicht nur Bilder, sondern verändern auch hochgeladene Bilder per Prompt. In ChatGPT können Sie inzwischen direkt im Bild markieren, welche Stelle sich ändern soll. Bei Google Gemini ist in der Gratis-Version „Nano Banana 2“ dabei. Die Bilder können Sie dort ohne Abo nur in einfacher Auflösung herunterladen, sie haben ein sichtbares Wasserzeichen, und Bilder bearbeiten ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Beide Anbieter begrenzen die Zahl der Bilder pro Tag, eine feste Zahl nennen sie nicht.

Auch Text im Bild klappt inzwischen fast immer fehlerfrei.

Unten ein Beispiel von 2025, damals noch mit GPT-4o: Die Tasse hatte zuerst zwei Henkel, ein Folge-Prompt hat das korrigiert. Im Oktober 2026 passten Tasse und Schrift schon beim ersten Versuch.

Bild erzeugt mit ChatGPT (2025, GPT-4o) mit Mann im Café; seine Tasse hat zwei Henkel
Prompt in ChatGPT (2025, GPT-4o): „create a photo of a man holding a white big coffee cup with a green logo „Bistro Verde“ on it, sitting in a modern café with white & green interior design“
Bild erzeugt mit ChatGPT (2025, GPT-4o) mit Mann im Café; die Tasse ist jetzt korrekt
Folge-Prompt in ChatGPT (2025, GPT-4o): „the cup has two handles, remove one“. Die Tasse passt, der Rest des Bildes wurde nur minimal verändert.

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