Newsletter 08/2011 – Effizientes Marketing auf Facebook

Facebook hat über 20 Millionen Nutzer in Deutschland – 10 Millionen von ihnen nutzen Facebook jeden Tag. Und die Zahl wächst weiter rasant. Facebook ist in erster Linie ein privates Netzwerk, aber auch für viele Unternehmen gehört ein Facebook-Auftritt heute dazu.

Denken Sie aber immer daran: Ein Engagement in Sozialen Netzwerken ist nur sinnvoll, wenn Sie auch regelmäßig Zeit investieren. Nutzer erwarten Antworten auf ihre Fragen, die sie Ihnen dort stellen. Und sie erwarten regelmäßig neue Inhalte. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das funktioniert, sehen Sie sich ein paar Wochen lang an, was andere Unternehmen so treiben auf Facebook, bevor Sie selbst aktiv werden.

Facebook bietet mehrere Möglichkeiten, Ihre eigene Site im Web bekannter zu machen:

  • Facebook-Seiten (Facebook Pages)
  • Facebook-Anzeigen
  • Facebook-Elemente auf den eigenen Seiten
  • Facebook Angebote

Facebook Seiten

Etwas verwirrend ist, dass Facebook so viele verschiedene Möglichkeiten bietet, Profile einzurichten. Etwas klarer wurde es, weil inzwischen einfach von Seite für alles gesprochen wird, was kein persönliches Profil ist. Auch wenn der Begriff Seite ziemlich irreführend ist – eigentlich richtet man auf Facebook eine unter-Site mit mehreren Seiten ein.
Sie finden im Internet immer noch die alten Begriffe, deshalb seien sie kurz genannt:

  • Seite (war früher nur für Unternehmen gedacht, zeitweise Like-Page genannt)
  • Gemeinschaftsseite (für Fans)
  • Gruppe (für beliebige Themen)
  • Orte (für Geschäfte und alles mit Ortsbezug)

Heute heißt das alles Seite und Sie müssen sich beim Erstellen zwischen folgenden Optionen unterscheiden:

  • Lokales Unternehmen oder Ort
  • Unternehmen, Organisation oder Institution
  • Marke oder Produkt
  • Künstler, Band oder öffentliche Person
  • Unterhaltung

Seiten legen Sie bei Facebook hier an: www.facebook.com/pages/create.php

Wichtig ist, dass Sie immer nur ein Profil erstellen (außer Ihrem privaten). Zum einen verlangen das die Nutzungsbedingungen, zum anderen wird es für die Nutzer sonst verwirrend. Haben Sie ein Geschäft, dann ist „Lokales Unternehmen oder Ort“ die richtige Kategorie. Bieten Sie Ihre Produkte oder Dienstleitungen überregional an, dann ist „Unternehmen, Organisation oder Institution“ richtig. Wenn Sie eine Marke haben, die so bekannt ist, dass Nutzer diese auch auf Facebook suchen werden, dann können Sie auch „Marke oder Produkt“ verwenden. In diesem Fall sind auch mehrere Profile denkbar: Eines für Ihr Unternehmen und eines oder mehrere für Ihre wichtigste(n) Marke(n).

Tipps für Facebook Pages und für erfolgreiche Inhalte dort im benutzerfreun.de-Blog.

Facebook-Anzeigen

Werbung auf Facebook
Werbung auf Facebook

Mit Werbung auf Facebook erreichen Sie eine speziellere Zielgruppe als mit Werbung in Suchmaschinen (siehe April-Newsletter Google AdWords richtig nutzen). Die Nutzer von Facebook sind deutlich jünger und im Schnitt technisch etwas versierter als der Durchschnitt der Internet-Nutzer. Außerdem ist Werbung auf Facebook durch die Bilder etwas prominenter, und es stehen nicht so viele Anzeigen auf einer Seite.

Schließlich hat Werbung hier den Vorteil, dass sie in einem persönlicheren Umfeld erscheint. Auf Facebook kommuniziert man mit seinen Freunden und ist nicht auf der unpersönlichen Site einer Suchmaschine. Dadurch sind manche Nutzer für Werbung aufgeschlossener. Dies wird besonders dann verstärkt, wenn sie sehen, dass Freunden von ihnen eine bestimmte Werbung „gefällt“. Auf Facebook machen Sie sich also das Vertrauensverhältnis zwischen Freunden zunutze.

Werbung, die Facebook einblendet, unterscheidet sich je nach Nutzer. Ganz dem Klischee folgend sehen Männer sehen eher Werbung für Spiele und Computerkram, Frauen eher Werbung für Online-Shops.
Werbung, die Facebook einblendet, unterscheidet sich je nach Nutzer. Männer sehen eher Werbung für Spiele und Computerkram, Frauen eher Werbung für Online-Shops.

Ein weiterer großer Pluspunkt insbesondere für kleinere Firmen: Auf Facebook können Sie Ihre Zielgruppe extrem genau eingrenzen. Zwar kann man auch bei Google AdWords die Altersgruppe und das Geschlecht angeben – aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Benutzer richtige Angaben gemacht haben, ist bei Facebook deutlich höher.

Außerdem können Sie bei Facebook Werbung für einzelne Städte schalten – bei Google ist in den Grundeinstellungen die kleinstmögliche Einheit das Bundesland. Es geht zwar auch bei Google noch genauer – die Einstellungen hierfür sind aber nicht ansatzweise so komfortabel wie bei Facebook.
Mehr zu Facebook-Werbung: www.facebook.com/ads/best_practices.php

Facebook-Elemente für die eigene Site

Auch auf Ihrer eigenen Website können Sie einen Verweis auf Facebook setzen. Dazu haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Den gefällt-mir-Button (like-Button)
  • Die gefällt-mir-Box (like-Box oder Fan-Box)
  • Die Aktivitäts-Anzeige (Activity Feed)
  • Kommentarfunktion
  • Facepile (Anzahl der gefällt-mir-Klicks)
  • Live Stream (Echtzeit-Kommentar-Funktion)
  • Login-Button (zum Login in Facebook)
  • Empfehlungen (es werden Seiten von der eigenen Domain angezeigt, die Facebook-Freunde des Besuchers angeklickt haben)

Alle diese Funktionen erstellen Sie hier:
http://developers.facebook.com/docs/plugins/

Die meisten finde ich persönlich wenig hilfreich. Eigentlich sind nur die ersten beiden lohnend, daher geht es im Folgenden nur um diese.

gefällt-mir-Button

Für diesen brauchen Sie übrigens gar keinen Facebook-Account, Sie können damit jede beliebige URL verlinken.
Der gefällt-mir-Button (=like-Button) wird standardmäßig automatisch in der Sprache angezeigt, die der Benutzer in Facebook eingestellt hat. Die Vorschau beim Erstellen des Codes ist allerdings immer auf Englisch.

Screenshot des Facebook gefällt-mir-Button
Screenshot des Facebook gefällt-mir-Button

Wollen Sie die Sprache unabhängig von der Nutzereinstellung festlegen, ergänzen Sie im Code nach like.php? (ohne Leerzeichen davor oder danach) den Parameter locale=de_DE& für Deutsch oder z.B. locale=fr_FR& für Französisch.

Sie können auch ein WordPress-Plugin nutzen, wenn Sie ein WordPress-Blog haben: http://wordpress.org/extend/plugins/fblikebutton/

Dieses PlugIn bildet die Optionen der Facebook-Seite nach. Einfach und gut. Eine Alternative ist: http://wordpress.org/extend/plugins/share-and-follow/
Dies bietet deutlich mehr, es setzt auch Links zu Delicious, Twitter, LinkedIn etc. unter jeden Post, es hat ein Widget für die Seitenleiste usw.

Und wer in WordPress selbst Hand anlegen will, der findet bei myBlogtrainer eine Anleitung, wie man eine Like-Box als WordPress-Widget selbst erstellt.

gefällt-mir-Box

Die gefällt-mir-Box (=like-Box) ermöglicht es Ihren Besuchern, Ihre Facebook-Seite zu „liken“. Das heißt, anders als beim gefällt-mir-Button wird nicht die aktuell angezeigte HTML-Seite promotet, sondern Ihr Auftritt bei Facebook selbst.

Oder hier die Mininal-Version:

Facebook gefällt-mir-Box
Screenshot der Facebook gefällt-mir-Box

Facebook Angebote

Facebook-Angebote (=Facebook Deals) ist eine Möglichkeit für Geschäfte, über Facebook Kunden anzulocken. Sie können

  • Gutscheine ausgeben
  • Virtuelle Rabattmarken verteilen
  • Gemeinsames Einkaufen von Freunden belohnen
  • Spenden ausloben

Melden Sie sich an bei www.facebook.com/deals/business/.
Ein paar Infos: http://www.facebook.com/note.php?note_id=193817550631091

Links

Die benutzerfreun.de haben auch eine Facebook-Seite, auf der Sie auch gern kommentieren können – und Klicks auf „gefällt mir“ sind natürlich auch gern gesehen…

Zum Thema Marketing für Ladengeschäfte lesen Sie auch Newsletter 09/2010 – Marketing vor Ort
Außerdem finden Sie die Posts Die erfolgreichsten Marken auf Facebook und Warum folgen Facebook-Nutzer einer Marke? im benutzerfreun.de-Blog.

Wenn Sie noch tiefer einsteigen wollen, empfehle ich Ihnen das Buch Social Media Marketing von Tamar Weinberg. Darin finden Sie auch Tipps für Twitter u.a.

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