Reverse Engineering von Website-Designs
Wireframes oder Seitenskizzen sind ein hilfreiches Instrument, um die Anordnung der benötigten Elemente auf einer einzelnen Seite zu planen. Wenn Sie aber umgekehrt von bestehenden Sites Wireframes erstellen wollen, etwa um etwas von anderen Sites zu lernen, dann müssen Sie das nicht per Hand oder Zeichenprogramm nachbauen.
Der kostenlose Dienst Wirify nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Sie geben eine URL an, und bekommen diese Seite als Wireframe angezeigt. Ein nettes Spielzeug.

Wireframe der benutzerfreun.de, erstellt mit Wirify
Hier können Sie den Dienst selbst ausprobieren: www.wirify.com
Die Top-10-Gründe, warum Top-10-Listen so gut funktionieren
Der Jahreswechsel rückt immer näher, und die Menge der Top Ten-Listen, die erstellt werden, nimmt dramatisch zu. Warum aber funktionieren diese Listen so gut und warum eigenen sie sich so gut als Content, der Nutzer anzieht?
Dieser Frage gehe ich im Newsletter zum Jahreswechsel nach.
Mehr Spaß beim Kaufen dank Gamification
Über den Ansatz, mit Gamification wenig interessante Alltagstätigkeiten spannender zu machen, habe ich schon berichtet. Eben bin ich auf ein schönes Beispiel gestoßen, wie man das wenig spaßträchtige Bezahlen mit Hilfe von Gamification aufpeppen kann.

Die Website von Humble Bundle
„Humble Bundle“ ist ein Paket von Spielen, die man gemeinsam kaufen kann. Der Käufer kann dabei selbst entscheiden, wie viel er zahlen möchte, und wie er das Geld zwischen den Programmierern, den Verkäufern und zwei wohltätigen Organisationen aufteilen will.
Das Schieben der Regler macht Spaß, ist intuitiv und benutzerfreundlich. Wenn ich an einem Regler schiebe, ändern sie die anderen automatisch mit, so dass keine ungewollten Änderungen am Gesamtbetrag und keine schiefen Aufteilungen zustande kommen.
Eine mit Diagramm visualisierte Statistik zeigt, wie viel die anderen Käufer bisher ausgegeben haben – das regt die künftigen Käufer an, den „Highsocre“ der bisherigen Käufer zu brechen. Für alle, die mehr als der Durchschnitt zahlen, gibt es auch noch ein weiteres Spiel kostenlos dazu.
Ich finde, das ist eines der besten Beispiele für den sinnvollen Einsatz von Gamification, das ich bisher gesehen habe. Perfekt für das Thema und die Zielgruppe eingesetzt. Ich bin mir sicher, dass dadurch die Einnahmen um ein Vielfaches höher sind, als sie es mit einem klassischen, langweiligen Formularfeld gewesen wären.
Wer es selbst ausprobieren möchte: www.humblebundle.com
Ratschläge umsonst – warum wir „kostenlos“ kaum widerstehen können
Wir wissen, dass „kostenlos“ nur selten bedeutet, dass wir nichts zahlen müssen. Das „kostenlose Probeabo“ bedeutet, dass wir nicht selten mit einem Abo einer Zeitschrift dasitzen, weil wir vergessen haben zu kündigen. Oder das „kostenlose Begrüßungsgeschenk“ gibt es nur, wenn man sich für zwei Jahre an einen Anbieter irgendeiner Dienstleistung bindet.
Schon die übliche Floskel „kostenloses Begrüßungsgeschenk“ zeigt, dass der Begriff „kostenlos“ inflationär gebraucht wird. Denn „Geschenk“ heißt schon, dass es kostenlos ist.
Und trotzdem nehmen wir immer wieder Dinge mit, die kostenlos sind – obwohl wir sie nicht brauchen können. Kugelschreiber, Blöcke, Schlüsselbänder – fast jeder hat eine Menge Kram zu Hause, den er überhaupt nicht braucht, und der nur herumliegt, weil er einmal kostenlos war. Oder die White Paper, die es kostenlos zum Download gibt und die Festplatte verstopfen. Oder all die Apps, die man kostenlos herunterlädt auf sein Smartphone, so das man die notwenigen Anwendungen kaum mehr findet.
Diese Unwiderstehlichkeit von umsonst lässt sich psychologisch erklären. Und natürlich lässt sie sich auch ausnutzen, um die eigene Website erfolgreicher zu machen. Ein paar schöne Fallbeispiele zeigt dieser Artikel von Colleen Roller, den ich nur empfehlen kann: How the Power of Free and Scarcity Influence Decision Making.
Infografik Geld

Infografik Geld von xkcd.com
Die 20 wichtigsten Tipps für benutzbare Websites
Davon, dass eine Website möglichst usable/benutzerfreundlich sein muss, muss man heute praktisch niemanden mehr überzeugen. Trotzdem findet man auf unendlich vielen Sites ganz grobe Usability-Fehler.
Da ist die Liste von Spyrestudios sehr hilfreich, auf der die 20 wichtigsten Usability-Tipps für gute Websites versammelt sind. Zum Beispiel: Das Logo gehört ganz nach links oben. Die Suchfunktion nach oben links oder rechts. Preisangaben und Spezifikationen von Produkten sollten auch beim Überfliegen ins Auge springen.
Alle Tipps sind nicht einfach nur die Meinung der Autoren, sondern es sind erprobte Konventionen. Benutzer kennen diese Dinge von den meisten viel besuchten Sites, und erwarten daher von allen Sites ersteinmal, dass sie sich auch an diese Konventionen halten.
Und, halten Sie sich auf Ihrer Site an alle 20 Tipps? Wenn nicht: haben Sie einen guten Grund, das nicht zu tun?
The Ultimate 20 Usability Tips for Your Website
Erfolg von Aktivitäten in Sozialen Medien überwachen

ThinkUp Beispielauswertung des Twitter-Accounts whitehouse
Diese Arbeit erleichtert das open-cource-Projekt ThinkUp. Das Programm installieren Sie auf Ihrem Server (PHP und mySql wird benötigt), und dann bekommen Sie eine Menge hübsche Übersichten, welche Ihrer Tweeds in letzter Zeit am erfolgreichsten waren oder welche Beiträge wie viele „Gefällt mir“ bekommen haben.
Zum Download von ThinkUp
Zur Dokumentation von Thinkup (englisch)



