Video fürs Web, aber richtig
Video ist aus dem Web nicht mehr wegzudenken. Und Video ist immer einfacher herzustellen. Wie Sie die Gratwanderung zwischen „das kann ich nicht“ und „Video machen kann doch heute jeder“ schaffen, lesen Sie im August-Newsletter.
Wann & was man Nutzer fragen sollte
Nutzer machen nicht, was sie sagen. Das ist eine der häufigsten Sachen, die man Beteiligten an Web-Projekten klar machen muss. Genau das schreibt auch der bekannte Usability-Experte Jakob Nielsen in einem aktuellen Artikel, was ich sehr beruhigend finde. Denn ich gehe davon aus, dass Menschen, die ihn anheuern, doch eine gewisse Vorbildung in Sachen Benutzerfreundlichkeit haben. Aber selbst diesen muss man dieses Phänomen erklären, also mache ich das hier auch einmal wieder:
Ein Beispiel: Wenn man nach Umfragen geht, wollen alle höherwertige Fernsehprogramme. Und Shows schaut auch fast niemand. Die Einschaltquoten sprechen aber eine ganz andere Sprache. Genauso ist es mit Interviews, die man mit Benutzern führt: Sie sagen oft, dass sie ganz andere Dinge tun (würden), als sie tatsächlich tun. In den allermeisten Fällen ist das keine Absicht, sondern lediglich eine Fehleinschätzung.
Aus diesem Grund sind Interviews in Webprojekten meist wenig hilfreich. Fast immer sind z.B. Usability-Tests eine bessere Methode, weil Sie hier sehen, was die Nutzer tatsächlich tun.
Wo Nutzerbefragungen allerdings eine Berechtigung haben ist, wenn Sie herausfinden wollen, wie die Meinungen der Benutzer über Ihre Site sind. Wenn Sie etwa wissen wollen, welche Bereiche Ihrer die Nutzer besonders gern mögen oder welche sie als umständlich empfinden. Wollen Sie dagegen wissen, welche Bereiche sie besonders häufig nutzen, dann ist z.B. eine Logfileanalyse die bessere Methode. Oder wollen Sie wissen, ob die Nutzer mit dem Bestellformular zurecht kommen, dann machen sie lieber einen Usability-Test.
Nielsens Artikel in der Alertbox: Interviewing Users
Eine (gar nicht so) kurze Geschichte der Sozialen Netze
Und weiter geht’s im gar nicht geplanten Schwerpunkt Soziale Netzwerke:
Cameron Chapman hat sich die Mühe gemacht, eine Geschichte der Sozialen Medien aufzuschreiben. Diese ist im netten Blog Webdesigner Depot nachzulesen – mit vielen Bildern. Lohnend!
The History and Evolution of Social Media
Entscheidungshilfe fürs Nutzen Sozialer Medien
Die Entscheidung, in welchen Sozialen Medien bzw. Sozialen Netzwerken Sie sich am besten engagieren ist nicht einfach. Als kleine Entscheidungshilfe habe ich drei Diagramme erstellt, die das Thema von unterschiedlichen Seiten angehen. Dabei musste ich stark vereinfachen – und hier kann man sicher an einigen Stellen anderer Meinung sein. In den Kommentaren freue ich mich über Ihre Anmerkungen!
Die Sites mit den meisten Nutzern
Das Kriterium, das auf der Hand liegt, sind die Nutzerzahlen. Hier verlässliche und vor allem vergleichbare Werte für Deutschland zu bekommen ist schwierig – daher habe ich auf die Angabe einer absoluten Größe verzichtet. Als Anhaltspunkt: Googles AdPlaner gibt für Facebook 500 Millionen „unique visitors“ pro Monat an – jeder Besucher der Site wird dabei also in diesem Zeitraum nur ein einziges Mal gezählt.
Die Netzwerke, die am wenigsten Arbeit machen
Eine weitere wichtige Größe ist die Zeit, die Sie für das Anlegen Ihres Profils in den Sozialen Diensten brauchen. Noch wichtiger ist aber die Zeit, die Sie langfristig aufwenden müssen, um ihre Präsenz dort vernünftig zu betreiben. Wenn Sie die nicht haben, dann sollten Sie es lieber lassen und ein anderes Medium in Betracht ziehen.
Das beste Kosten/Nutzen-Verhältnis Sozialer Medien
Entscheidend sollte der Verhältnis von Ihrem Aufwand und dem Nutzen Ihres Engagements in Sozialen Medien sein. Dafür gibt es keine Faustregel, je nach Produkt und Zielgruppe kann diese Abwägung sehr unterschiedlich ausfallen. Wichtig ist, dass Sie sich überlegen, wie häufig Sie in Kontakt mit Ihren (potenziellen und bestehenden) Kunden kommen wollen, und wie persönlich dieser Kontakt aussehen soll.
Eigene Profile anlegen
So, wie Sie dafür sorgen sollten, dass Ihre Site im Web gefunden wird, so sollten Sie auch dafür sorgen, dass Informationen zu Ihrer Person im Web gefunden werden. Denn das ist eine weitere Möglichkeit, auf sich, auf Ihr Unternehmen oder auf Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen aufmerksam zu machen.
So viele Menschen nutzen inzwischen Soziale Netzwerke, dass Sie bei diesen zumindest eine Profilseite anlegen sollten. Von dieser aus können Sie auf Ihre Website verweisen, wenn Sie sich nicht weiter bei den Diensten selbst engagieren wollen. Damit werden Sie zum einen dort gefunden, zum anderen stellen Sie sicher, dass niemand anderes dort ein Profil unter Ihrem Namen anlegt.
Ein paar Tipps, wie Sie mit möglichst wenig Aufwand Ihr Profil bei Google, Yahoo und Facebook anlegen, finden Sie in diesem Artikel von Wired (englisch): http://howto.wired.com/wiki/Build_a_Public_Social_Profile
Neuer Newsletter: Wie man Social Media richtig nutzt
Im Newsletter von Juli geht es nochmal schwerpunktmäßig um die Sozialen Netze. Darin habe ich die letzen Blogposts zusammengefasst und noch um einen Abschnitt am Ende ergänzt, in dem ich ein paar Tipps gebe, wie man sich die tägliche Arbeit mit den Diensten erleichtert.

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