Kleine Wörter, große Wirkung – wie die Nutzer ansprechen?

Screenshot Migrationsassistent OSX
Der Migrationsassistent von OX siezt die Nutzer bis El Capitan (links), ab Sierra werden sie geduzt.

Der UX-Writer John Saito von Dropbox beschreibt sehr schön, welchen Unterschied es macht, ob ein Betriebssystem z.B. von „Mein Computer“ spricht oder von „Diesem PC“. Und es ist wichtig, ob auf dem Bildschirm steht, dass dies „Meine Dateien“ sind oder ob da „Deine Dateien“ steht.

Klingt erstmal nicht so wichtig, macht aber einen Unterschied. Einen Unterschied beim Verständnis, aber in vielen Fällen auch einen Unterschied beim Gefühl. Ist die Rede von „meinen Dateien“, dann fühlt sich das persönlich an, privat. Steht da jedoch „Deine Dateien“, dann redet der Computer mit mir. Er sagt mir, dass hier meine Dateien sind.

Und in manchen Fällen, vor allem auf Websites, kommt noch eine weitere Person zur Unterhaltung hinzu: Mit „Über uns“ z.B. spricht der Betreiber auch noch mit uns.

Im Deutschen kommt noch eine weitere Sache hinzu, die wir entscheiden müssen: Siezen oder Duzen. Das Verständnis beeinflusst dies praktisch nicht, aber die Emotion durchaus.

Alles das sind Dinge, die sollte man nicht dem Zufall überlassen, sonder sie so anlegen, dass man jeweils den gewünschten Effekt erzielt. Das zeigt mal wieder, wie wichtig kleine Details in der UX sind.

Der englische Artikel ist unbedingt lesenswert: Is this my interface or yours?

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