Facebook Unternehmens-Seiten umgekrempelt

Wer als Unternehmen eine „Seite“ auf Facebook (früher auch Fanpage genannt) hat, der muss sich auf einige Änderungen gefasst machen, die im April kommen. Wer sich auf einen Facebook-Auftritt eingelassen hat, der spielt nach den Regeln von Konzernchef Zuckerberg. Und der hat neue Funktionen angekündigt. Alle haben jetzt einen Monat Zeit, sich darauf vorzubereiten – ob ihnen die Neuerungen gefallen oder nicht.

Facebook-Chronik
Die Standard-Ansicht „Chronik“ ist die auffälligste, aber bei weitem nicht die bedeutendste Änderung.

Die neue Standard-Ansicht „Chronik“ kennt man schon von den privaten Profilen. Zum 30.3.2012 wird die für alle Unternehmens-Seiten aktiviert. Bei dieser Ansicht fällt es noch mehr auf, wenn man längere Zeit nichts bei Facebook macht – dann klaffen Lücken in der Chronik. Aber mehr passiert auch nicht.

Direkter Kontakt der Nutzer zu den Betreibern

Was dagegen ein ganz wichtiger Punkt ist: Jede Seite bekommt nun einen „Nachrichten“-Button. Über diesen können die Nutzer direkte Nachrichten an den Seiten-Betreiber schicken. Das ist also eine direkte Einladung an die Facebooker, in Dialog mit Ihnen zu treten. Das passt in die Philosophie. Das gibt aber für alle die Probleme, die sowieso schon am Rand ihrer Kapazitäten sind. Sie müssen sich dann also auch noch um die Anfragen kümmern, die über diesen Kanal hereinkommen. Es sind also ganz klar alle im Vorteil, die jetzt schon Facebook als das nutzen, als das es gedacht ist: Als Kommunikationsinstrument, nicht als Informationsmedium.

Die Funktion lässt sich abschalten, was aber natürlich keinen so guten Eindruck macht.

Kommentare auf der Seite

Standardmäßig erscheinen auch Kommentare auf der Unternehmens-Chronik, die Nutzer auf ihren eigenen Seiten abgegeben haben. Das müssen nicht immer positive sein. Das lässt sich abschalten oder auch moderieren – man muss aber wissen, dass das so ist. Sonst merken nicht so fleißige Facebooker möglicherweise erst spät, dass seit längerem ein negativer Kommentar auf ihrer Seite zu sehen ist.

Trennung zwischen Inhalt und Werbung verschwimmt

Schwierig finde ich persönlich, dass in Zukunft die Unterscheidung für die Nutzer kaum möglich ist, welche Inhalte bezahlte Werbung sind und welche Inhalte geteilt werden, weil sie gut sind.

Unternehmen können dafür bezahlen, „featured stories“ im Newsfeed ihre Fans unterzubringen. Das heißt, für Sie als Unternehmen: Statt Inhalte zu erstellen, die so gut sind, dass Sie Nutzer freiwillig teilen, können Sie auch einfach dafür bezahlen. Der Effekt ist der gleiche: der Content taucht bei den Fans auf deren Seiten auf.
Das kann man begrüßen, man kann aber auch bösartig sagen, dass Facebook damit edel-Spammern Tür und Tor öffnet.

Weitere Änderungen

Die Statistik-Funktionen werden besser – das sieht viel versprechend aus. Mit „Facebook Offers“ gibt es Gutscheine und Sonderangebote, die man Nutzern schicken kann – mehr Kommerz, warum nicht. Wer sich für diese und noch weitere Änderungen interessiert, dem empfehle ich den Post 10 changes to Facebook you need to know.

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