Newsletter 09/2011 – Relaunch – überflüssig oder überfällig?
(Leider gab es beim Verschicken dieses Newsletters ein Problem, daher kommt er diesen Monat verspätet. Das Thema ist und bleibt aber aktuell – vermutlich noch für Jahre.
Am Ende des Newsletters übrigens ein Hinweis auf die Verlosung der neuen Ausgabe des Buchs „Website-Konzeption“!)
Sie haben an Ihrer Site seit über einem Jahr nichts Größeres geändert? Dann ist es höchste Zeit für einen Relaunch! So denken Viele – alles muss immer wieder von Grund auf erneuert werden. Aber der Hauptgrund dafür sind wir selbst, nicht die Besucher unserer Sites.

Die Startseite der benutzerfreun.de 2001, die allererste Version
Wir sehen unsere Site fast jeden Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Irgendwann haben wir sie über. Denken, die Site sei alt. Aber sogar wenn eine Site noch so schlecht ist: praktisch alle regelmäßigen Benutzer stehen einer Überarbeitung kritisch gegenüber. Sie haben gelernt, wie man die Site bedient und wo sie finden, was sie brauchen. Davon, dass die neue Site besser ist, müssen Sie die Benutzer erst einmal überzeugen.

Die Startseite der benutzerfreun.de 2004
Behalten Sie daher alles bei, was in der Vergangenheit funktioniert hat. Ändern Sie Begriffe oder die Position von Navigationselementen nicht unbedacht. Die URLs von wichtigen Seiten sollten Sie beibehalten oder wenigstens Seiten unter der alten URL vorsehen, die zur neuen Seite mit diesem Inhalt verlinken. Alternativ richten Sie eine Weiterleitung ein (Redirect in der .htaccess-Datei). So stellen Sie sicher, dass auch solche Benutzer die Inhalte weiterhin finden, die diese Seite als Bookmark bzw. Favorit gesetzt haben oder die über Links auf fremden Sites kommen.
Vorbereitung eines Relaunch
Folgende Dinge sollten Sie tun, bevor Sie sich an die schöne Arbeit machen, die Site neu zu konzipieren und zu gestalten:
- Gründe für den Relaunch klären
- Besuchsstatistiken auswerten (Web-Analytics)
- stark genutzte Inhalte & Funktionen herausfinden (Pralinen)
- kaum genutzte Inhalte & Funktionen herausfinden (Zitronen)
Warum relaunchen?
Stellen Sie sich bzw. Ihrem Auftraggeber die Frage, warum die Site tatsächlich geändert werden soll. Will der Auftraggeber selbst einfach mal wieder eine neue Site ansehen, dann ist das auch in Ordnung, nur sollte man sich nicht der Illusion hingeben, dass die Benutzer die Überarbeitung wollen.
Sollen Inhalte oder Funktionen ergänzt werden, dann machen Sie von diesen Dingen eine vollständige Liste. Denken Sie dabei auch an zukünftige mögliche Erweiterungen, damit Sie nicht in wenigen Monaten wieder nachbessern müssen.
Pralinen & Zitronen finden

Finden Sie auf Ihrer Site die Pralinen, die alle wollen – und die Zitronen, die keiner mag.
Ebenso sollten Sie einen Blick auf die Seiten werfen, die keine oder kaum Zugriffe bekommen. Sind dies wirklich saure Zitronen, die keiner will? Oder sind diese Seiten nur so schlecht zu finden, dass sie niemand besucht?
Sorgen Sie schließlich dafür, dass die Pralinen optimal gefunden werden und erstellen Sie mehr Inhalte in dieser Art. Damit machen Sie Ihre Site attraktiver und sorgen dafür, dass Ihre Besucher dem Relaunch etwas abgewinnen können.
Testen Sie Ihre Site
Wenn Sie Ihre Site nicht nur ändern, sondern wirklich verbessern wollen, dann machen Sie einen Usability-Test. So sehen Sie, wie die Nutzer mit der Site tatsächlich umgehen und vor allem, wo sie zum Beispiel Probleme mit der Navigation haben.
Haben Sie nur wenig Zeit und/oder Budget, dann machen Sie lieber einen Usability-Test mit ein paar Bekannten, bevor Sie sich die Mühe machen, eine Umfrage unter Ihren Besuchern durchzuführen. Umfragen bringen einige Erkenntnisse – aber wir tun oft nicht, was wir sagen und können von vielen Dingen erst dann sagen, ob wir sie regelmäßig nutzen werden, wenn wir sie einmal benutzt haben.
Beispiele für sanfte Relaunches
Amazon muss immer wieder als Beispiel für gute Sites herhalten – der Erfolg gibt Amazon recht. Erinnern Sie sich daran, dass Amazon etwas geändert hat, seitdem Sie die Site benutzen?

Die Reiter von Amazon 2001
Amazon ist extrem vorsichtig. Amazon hat noch nie ein großes Redesign gemacht, sondern immer nur vorsichtig einzelne Teile optimiert. Und das auch immer nur nach längeren Tests mit echten Benutzern. Und, auch ganz wichtig: Amazon hat noch nie damit geprahlt, einen Relaunch gemacht zu haben. Das interessiert die Nutzer nicht, daher können Sie sich solche Mitteilungen („besuchen Sie unsere neue Site!“ etc.) sparen.

Amazon 2006
Die größte Änderung bei Amazon waren die Reiter oben auf der Seite. Jahrelang waren sie ein Element, das tausende andere Sites kopiert haben. Doch irgendwann wurde das Angebot so groß, dass es sich nicht mehr sinnvoll mit horizontalen Reitern abbilden ließ.

Der Seitenkopf auf Amazon.de 2009
So stieg Amazon auf „Mega Menüs“ um. Jared Spool beschreibt das Problem mit diesen Riesen-Menüflächen, die bei Rollover herausklappen, schön in seinem Blogpost 6 Epic Forces Battling Your Mega Menus. Weil diese auch nicht so gut funktioniert haben, verschwand diese Lösung nach nicht einmal einem Jahr – was für Amazons Verhältnisse extrem schnell ist.

Der Seitenkopf auf Amazon.de 2011
Ist es Ihnen aufgefallen? Auch die Benutzerfreun.de habe ich vor einigen Tagen überarbeitet. Am auffälligsten ist die neue Seitenbreite. Auslöser waren die Videos, die jetzt hier zu finden sind – die sahen im bisherigen Inhaltsbereich einfach mickrig aus. Deshalb habe ich die Seitenbreite deutlich erhöht – auf einem Monitor mit 1024 Pixeln Breite ist sie aber immer noch vollständig zu sehen. Mit einem kleineren Monitor ist heute praktisch niemand mehr im Web unterwegs.

Die Startseite der benutzerfreun.de 2009 – nach einem ordentlichen Relaunch
Außerdem habe ich einen neuen Reiter für die Videos hinzugefügt und den Punkt „Hintergrund-Infos“ umbenannt in „Konzepter-Info“. Das scheint mir aussagekräftiger zu sein als der bisherige Begriff.

Die Startseite der benutzerfreun.de 2011 – finden Sie die Unterschiede zur vorigen Version?
Und noch ein kosmetisches Detail: Das Orange des Logos und der Icons habe ich etwas abgeschwächt. Nachdem das Logo in den Videos sehr prominent ist, erschien mir der bisherige Farbton etwas zu grell. Aber vielleicht liegt das ja nur daran, dass ich das Logo schon seit vielen Jahren fast jeden Tag ansehe …
Was meinen Sie?
Was denken Sie über Relaunches? Wie planen Sie Ihren nächsten? Wie finden Sie den der benutzerfreun.de?
Lassen Sie es mich wissen, schreiben Sie eine Mail, kommentieren Sie im Blog oder auf Facebook!
Unter allen Kommentartoren verlose ich drei Exemplare der Neuauflage des Buchs Website-Konzeption, die vor wenigen Tagen erschienen ist.
Links
www.uie.com/articles/mega_menus
Jared Spools Artikel „6 Epic Forces Battling Your Mega Menus“
http://uxmyths.com/post/712537920/myth-you-need-to-redesign-your-website-periodically
Myth #11: You need to redesign your website periodically – UX Myths
www.gerrymcgovern.com/nt/2007/nt-2007-07-30-redesign.htm
Gerry McGovern: Web redesign is bad strategy
www.facebook.com/benutzerfreunde
Die benutzerfreun.de auf Facebook
www.benutzerfreun.de/newsletter/newsletter-092011-relaunch-uberflussig-oder-uberfallig/#comments
Den Artikel im Blog kommentieren.
Newsletter 08/2011 – Effizientes Marketing auf Facebook
Facebook hat über 20 Millionen Nutzer in Deutschland – 10 Millionen von ihnen nutzen Facebook jeden Tag. Und die Zahl wächst weiter rasant. Facebook ist in erster Linie ein privates Netzwerk, aber auch für viele Unternehmen gehört ein Facebook-Auftritt heute dazu.
Denken Sie aber immer daran: Ein Engagement in Sozialen Netzwerken ist nur sinnvoll, wenn Sie auch regelmäßig Zeit investieren. Nutzer erwarten Antworten auf ihre Fragen, die sie Ihnen dort stellen. Und sie erwarten regelmäßig neue Inhalte. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das funktioniert, sehen Sie sich ein paar Wochen lang an, was andere Unternehmen so treiben auf Facebook, bevor Sie selbst aktiv werden.
Facebook bietet mehrere Möglichkeiten, Ihre eigene Site im Web bekannter zu machen:
- Facebook-Seiten (Facebook Pages)
- Facebook-Anzeigen
- Facebook-Elemente auf den eigenen Seiten
- Facebook Angebote
Facebook Seiten
Etwas verwirrend ist, dass Facebook so viele verschiedene Möglichkeiten bietet, Profile einzurichten. Etwas klarer wurde es, weil inzwischen einfach von Seite für alles gesprochen wird, was kein persönliches Profil ist. Auch wenn der Begriff Seite ziemlich irreführend ist – eigentlich richtet man auf Facebook eine unter-Site mit mehreren Seiten ein.
Sie finden im Internet immer noch die alten Begriffe, deshalb seien sie kurz genannt:
- Seite (war früher nur für Unternehmen gedacht, zeitweise Like-Page genannt)
- Gemeinschaftsseite (für Fans)
- Gruppe (für beliebige Themen)
- Orte (für Geschäfte und alles mit Ortsbezug)
Heute heißt das alles Seite und Sie müssen sich beim Erstellen zwischen folgenden Optionen unterscheiden:
- Lokales Unternehmen oder Ort
- Unternehmen, Organisation oder Institution
- Marke oder Produkt
- Künstler, Band oder öffentliche Person
- Unterhaltung
Seiten legen Sie bei Facebook hier an: www.facebook.com/pages/create.php
Wichtig ist, dass Sie immer nur ein Profil erstellen (außer Ihrem privaten). Zum einen verlangen das die Nutzungsbedingungen, zum anderen wird es für die Nutzer sonst verwirrend. Haben Sie ein Geschäft, dann ist „Lokales Unternehmen oder Ort“ die richtige Kategorie. Bieten Sie Ihre Produkte oder Dienstleitungen überregional an, dann ist „Unternehmen, Organisation oder Institution“ richtig. Wenn Sie eine Marke haben, die so bekannt ist, dass Nutzer diese auch auf Facebook suchen werden, dann können Sie auch „Marke oder Produkt“ verwenden. In diesem Fall sind auch mehrere Profile denkbar: Eines für Ihr Unternehmen und eines oder mehrere für Ihre wichtigste(n) Marke(n).
Tipps für Facebook Pages und für erfolgreiche Inhalte dort im benutzerfreun.de-Blog.
Facebook-Anzeigen

Werbung auf Facebook
Mit Werbung auf Facebook erreichen Sie eine speziellere Zielgruppe als mit Werbung in Suchmaschinen (siehe April-Newsletter Google AdWords richtig nutzen). Die Nutzer von Facebook sind deutlich jünger und im Schnitt technisch etwas versierter als der Durchschnitt der Internet-Nutzer. Außerdem ist Werbung auf Facebook durch die Bilder etwas prominenter, und es stehen nicht so viele Anzeigen auf einer Seite.
Schließlich hat Werbung hier den Vorteil, dass sie in einem persönlicheren Umfeld erscheint. Auf Facebook kommuniziert man mit seinen Freunden und ist nicht auf der unpersönlichen Site einer Suchmaschine. Dadurch sind manche Nutzer für Werbung aufgeschlossener. Dies wird besonders dann verstärkt, wenn sie sehen, dass Freunden von ihnen eine bestimmte Werbung „gefällt“. Auf Facebook machen Sie sich also das Vertrauensverhältnis zwischen Freunden zunutze.

Werbung, die Facebook einblendet, unterscheidet sich je nach Nutzer. Männer sehen eher Werbung für Spiele und Computerkram, Frauen eher Werbung für Online-Shops.
Ein weiterer großer Pluspunkt insbesondere für kleinere Firmen: Auf Facebook können Sie Ihre Zielgruppe extrem genau eingrenzen. Zwar kann man auch bei Google AdWords die Altersgruppe und das Geschlecht angeben – aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Benutzer richtige Angaben gemacht haben, ist bei Facebook deutlich höher.
Außerdem können Sie bei Facebook Werbung für einzelne Städte schalten – bei Google ist in den Grundeinstellungen die kleinstmögliche Einheit das Bundesland. Es geht zwar auch bei Google noch genauer – die Einstellungen hierfür sind aber nicht ansatzweise so komfortabel wie bei Facebook.
Mehr zu Facebook-Werbung: www.facebook.com/ads/best_practices.php
Facebook-Elemente für die eigene Site
Auch auf Ihrer eigenen Website können Sie einen Verweis auf Facebook setzen. Dazu haben Sie mehrere Möglichkeiten:
- Den gefällt-mir-Button (like-Button)
- Die gefällt-mir-Box (like-Box oder Fan-Box)
- Die Aktivitäts-Anzeige (Activity Feed)
- Kommentarfunktion
- Facepile (Anzahl der gefällt-mir-Klicks)
- Live Stream (Echtzeit-Kommentar-Funktion)
- Login-Button (zum Login in Facebook)
- Empfehlungen (es werden Seiten von der eigenen Domain angezeigt, die Facebook-Freunde des Besuchers angeklickt haben)
Alle diese Funktionen erstellen Sie hier:
http://developers.facebook.com/docs/plugins/
Die meisten finde ich persönlich wenig hilfreich. Eigentlich sind nur die ersten beiden lohnend, daher geht es im Folgenden nur um diese.
gefällt-mir-Button
Für diesen brauchen Sie übrigens gar keinen Facebook-Account, Sie können damit jede beliebige URL verlinken.
Der gefällt-mir-Button (=like-Button) wird standardmäßig automatisch in der Sprache angezeigt, die der Benutzer in Facebook eingestellt hat. Die Vorschau beim Erstellen des Codes ist allerdings immer auf Englisch.
Screenshot des Facebook gefällt-mir-Button
Wollen Sie die Sprache unabhängig von der Nutzereinstellung festlegen, ergänzen Sie im Code nach like.php? (ohne Leerzeichen davor oder danach) den Parameter locale=de_DE& für Deutsch oder z.B. locale=fr_FR& für Französisch.
Sie können auch ein WordPress-Plugin nutzen, wenn Sie ein WordPress-Blog haben: http://wordpress.org/extend/plugins/fblikebutton/
Dieses PlugIn bildet die Optionen der Facebook-Seite nach. Einfach und gut. Eine Alternative ist: http://wordpress.org/extend/plugins/share-and-follow/
Dies bietet deutlich mehr, es setzt auch Links zu Delicious, Twitter, LinkedIn etc. unter jeden Post, es hat ein Widget für die Seitenleiste usw.
Und wer in WordPress selbst Hand anlegen will, der findet bei myBlogtrainer eine Anleitung, wie man eine Like-Box als WordPress-Widget selbst erstellt.
gefällt-mir-Box
Die gefällt-mir-Box (=like-Box) ermöglicht es Ihren Besuchern, Ihre Facebook-Seite zu „liken“. Das heißt, anders als beim gefällt-mir-Button wird nicht die aktuell angezeigte HTML-Seite promotet, sondern Ihr Auftritt bei Facebook selbst.
Oder hier die Mininal-Version:

Screenshot der Facebook gefällt-mir-Box
Facebook Angebote
Facebook-Angebote (=Facebook Deals) ist eine Möglichkeit für Geschäfte, über Facebook Kunden anzulocken. Sie können
- Gutscheine ausgeben
- Virtuelle Rabattmarken verteilen
- Gemeinsames Einkaufen von Freunden belohnen
- Spenden ausloben
Melden Sie sich an bei www.facebook.com/deals/business/.
Ein paar Infos: http://www.facebook.com/note.php?note_id=193817550631091
Links
Die benutzerfreun.de haben auch eine Facebook-Seite, auf der Sie auch gern kommentieren können – und Klicks auf „gefällt mir“ sind natürlich auch gern gesehen…
Zum Thema Marketing für Ladengeschäfte lesen Sie auch Newsletter 09/2010 – Marketing vor Ort
Außerdem finden Sie die Posts Die erfolgreichsten Marken auf Facebook und Warum folgen Facebook-Nutzer einer Marke? im benutzerfreun.de-Blog.
Wenn Sie noch tiefer einsteigen wollen, empfehle ich Ihnen das Buch Social Media Marketing von Tamar Weinberg. Darin finden Sie auch Tipps für Twitter u.a.
Newsletter 07/2011 – Tipps zur Providersuche
Bei benutzerfreun.de geht es ja meist um konzeptionelle Fragen. Doch immer wieder stellen mir Leser von Blog oder Buch die Frage nach Details der Umsetzung. Um eine solche Frage geht es im aktuellen Newsletter – Wie finde ich den richtigen Web-Hoster (Provider)?
Viele weitere Fragen, von allen, die ihre eigene kleine Website erstmals selbst umsetzen wollen, beantworte ich in einem neuen Buch, das ich zusammen mit meinem Kollegen Matthias Gidda geschrieben habe. Von diesem Buch verlose ich auch drei Exemplare (mehr am Ende dieses Textes).
Brauche ich einen eigenen Server?
Die kurze Antwort: Nein.
Die lange Antwort:
Ein eigener Server rechnet sich selten. Hard- und Software müssen beschafft und rund um die Uhr gewartet werden, die Anbindung ans Internet muss bezahlt werden, ebenso die Standleitung zum Verbindungsknoten. Sie müssen selbst dafür sorgen, dass die Site 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche am Netz ist. Auch sind Sie verantwortlich dafür, dass kein Hacker das System lahmlegt oder vertrauliche Daten einsehen kann.
Wenn die Site an hausinterne Datenbanken angeschlossen werden soll und die zur Wartung nötigen Fachkräfte ohnehin schon angestellt sind, kann ein eigener Server sinnvoll sein. Das ist auch der Fall, wenn hochsensible Daten auf dem Server liegen oder das erwartete Transfervolumen extrem hoch ist.
Der Server muss aber nicht tatsächlich physisch in der eigenen Firma stehen. Es gibt Provider, die sogenanntes Server-Hosting anbieten. Der Server steht dann in Räumen des Providers. Der Provider garantiert die Stromversorgung und die Anbindung an das Internet – für alles Weitere sind Sie bzw. Ihr Auftraggeber verantwortlich. Über FTP oder Fernwartung wird der Server mit Software und Dateien versorgt sowie gepflegt. Diese Lösung ist meist günstiger, als den Server in eigene Räume zu stellen. Noch bequemer sind Managed Server, bei denen die Provider auch das Betriebssystem aufspielen, für dessen Update sorgen und die Grundfunktionen des Servers garantieren.
Kostenlose Webhoster
Zunächst gibt es einige kostenlose Angebote, die teilweise genügend Leistung bieten, um kleinere Sites online zu stellen. Und auch wenn Sie einen kostenpflichtigen Anbieter wählen, brauchen Sie für Ihre ersten Projekte höchstens 5 Euro im Monat einzuplanen. Teurer wird’s erst, wenn Sie große Sites etwa für Firmen online bringen wollen, die von vielen Tausend Menschen täglich besucht werden.
Eine Übersicht über kostenlose Anbieter:
www.dmoz.org/World/Deutsch/Computer/Internet/Webdesign_und_-entwicklung/Webhosting/Webspace/Kostenlos
Die kostenlosen Anbieter finanzieren sich meist über Pop-up-Werbung auf Ihren Seiten. Von diesen Anbietern raten wir ab, einfach weil die Werbeeinblendungen doch recht störend sind. Dieser Provider verzichtet zum Beispiel (derzeit) auch in der kostenlosen Variante auf Werbung: www.50webs.com/free-web-hosting.html
Solche Anbieter hoffen natürlich, dass Sie sich später für eine kostenpflichtige Variante ihres Angebots entscheiden. Auch weiß man nie, wie lange solche Angebote bestehen bleiben – es kann sein, dass sie relativ kurzfristig eingestellt werden und Sie dann entweder zahlen müssen oder Ihre Site umziehen.
Professionelle Anbieter
Wir empfehlen folgenden Grundsatz: Sobald Sie planen, mit einer Website (für Sie oder einen Auftraggeber) Geld zu verdienen, sollten Sie einen kostenpflichtigen Anbieter wählen, dessen Server in Deutschland stehen. So ist Ihre Site für Nutzer aus Deutschland möglichst durchgehend und schnell erreichbar.
Welcher Tarif ist der richtige?
Der Preis fürs Hosting richtet sich nach dem Speicherplatz, der Ihnen auf dem Server für HTML-Dokumente und Multimediadateien zur Verfügung steht. Unterschiede gibt es auch beim Traffic, also bei der Übertragung der Dateien auf die Computer der Internetnutzer.
Für den benötigten Speicherplatz können Sie sich an folgender Rechnung orientieren:
| Dateityp | Anzahl | Größe | Speicherplatz (Summe) |
| HTML | 5 | 100 Kilobyte | 500 Kilobyte |
| CSS | 3 | 75 Kilobyte | 75 Kilobyte |
| JPEG | 30 | 150 Kilobyte | 4,5 Megabyte |
| – | – | – | 5,08 Megabyte gesamt |
Anmerkung: Die Umrechnung von kB in MB haben wir hier vereinfacht, eigentlich sind 1 MB 1.024 kB.
Die HTML- und CSS-Dateien einer Site sind zusammen oft nicht größer als ein Megabyte. Bei zusätzlich 30 Fotos im JPEG-Format braucht Ihre Site insgesamt circa 5 Megabyte Speicherplatz auf dem Server.
Für den Traffic müssen Sie schätzen, wie viele Besucher Sie pro Tag haben. Wir haben vier Annahmen durchgerechnet:
| Speicherplatz | Nutzer/Tag | Traffic/Monat |
| 5 Megabyte | 10 | 1,5 Gigabyte |
| 5 Megabyte | 75 | 11,25 Gigabyte |
| 5 Megabyte | 250 | 37,5 Gigabyte |
| 5 Megabyte | 5000 | 750 Gigabyte |
Wenn Ihre Site täglich 10 Benutzer besuchen, von denen wirklich jeder einzelne alle verfügbaren Inhalte anklickt, verursacht das einen Traffic von täglich 50 Megabyte. Im Monat sind das ca. 1,5 Gigabyte. So viel Traffic ist normalerweise bei jedem Anbieter schon im günstigsten Angebot enthalten.
Für eine private Site, die hauptsächlich von Freunden und Familie angesurft wird, ist das völlig ausreichend. 1 Gigabyte Speicherplatz und unlimitierter Traffic, ausreichend für die meisten kommerziellen Sites, bekommen Sie für nicht einmal 5 Euro pro Monat.
Kriterien für die Auswahl des Providers
Wenn Sie den Provider aussuchen, bei dem Sie Ihre Site hosten, achten Sie auf die folgenden Fragen:
- Speicherplatz: Wieviel Mbyte bekommen Sie auf dem Server?
- Datentransfervolumen (Traffic): Wie viel Mbyte pro Monat dürfen kostenlos heruntergeladen werden? (Oft sind „Überziehungen“ teuer, und es ist günstiger, einen Tarif mit höherem Datentransfervolumen und höherem Grundpreis zu nehmen.)
- FTP-Zugang: Sie sollten mit dem file transfer protocol auf den Server zugreifen können. (Das wird von HTML-Editoren wie z. B. Dreamweaver unterstützt.) Damit haben Sie die Möglichkeit, jederzeit bequem neue Seiten hochzuladen oder alte zu löschen.
- Geschwindigkeit: Testen Sie die Seiten des Providers und solche seiner Kunden mit einer langsamen Internet-Anbindung. Wird die Seite auch zu Spitzenzeiten (wie etwa am Freitagabend) ausreichend schnell geladen?
- Ausfallsicherheit: Hat der Provider eine Notstromversorgung, und garantiert er Ihnen eine Ausfallzeit < x Minuten pro Monat? Fragen Sie jemanden, der seine Site bei dem Provider hat, nach seinen Erfahrungen mit der Zuverlässigkeit des Anbieters. Manche Provider geben Referenzkunden an, die Auskunft geben.
- Logfiles: Haben Sie Zugriff auf Benutzerstatistiken Ihrer Seiten? Wie sind diese aufbereitet?
- Domain: Wird die Domain auf Ihren Namen bzw. auf den des Kunden registriert? Das ist wichtig, wenn Sie den Provider einmal wechseln wollen, weil die Übertragung von Domains schwierig ist und Geld kostet.
- E-Mail: Wie viele E-Mail-Adressen sind inklusive? Können Sie die Namen frei wählen? Gibt es eine Funktion für die automatische Weiterleitung und für die automatische Beantwortung, wenn Sie in Urlaub sind? Gibt es eine Begrenzung der Größe von Dateianhängen?
- Scripts und Erweiterungen: Können Sie PHP-Scripts einsetzen? Was ist mit CGI/Perl, ASP und anderen Techniken, wenn Sie solche verwenden möchten?
- Wie lang ist die Laufzeit des Vertrages?
- Wie ist der Support? Gibt es eine Rund-um-die-Uhr-Hotline? Antwortet dort ein Sprachcomputer oder ein Mensch?
Der beste Provider für Ihre Website
Als Fazit kann man sagen: Mit Webhostern ist es ähnlich wie mit Banken oder Mobilfunkanbietern: Es ist sehr schwer, Empfehlungen zu geben. Die Tarife ändern sich ständig und die Angebote unterscheiden sich in so vielen Details, dass es schwer ist, sie objektiv zu vergleichen.
Ich selbst war einige Jahre bei einem der großen deutschen Anbieter und wechsle jetzt zu einem mittelständischen Unternehmen. Der Grund ist, dass ich einen persönlichen Ansprechpartner haben möchte und ich keine Lust mehr, mich mit den Callcentern der großen Anbieter herumzuärgern. Aber das ist wie gesagt meine persönliche Meinung.
Verlosung des Buchs „Meine eigene Website“
Unter allen, die in den nächsten zwei Wochen einen Kommentar auf der Website oder bei Facebook hinterlassen, verlosen wir dreimal je ein Exemplar des Buchs „Die eigene Website“. Daher bitte im Blog-Kommentarformular eine gültige E-Mailadresse angeben (die nur für mich sichtbar ist und die ich nicht anderweitig verwenden werde).
Der Rechtsweg bei der Verlosung ist natürlich ausgeschlossen.
Viel Glück bei der Verlosung – und natürlich bin ich auch gespannt auf Ihre Erfahrungen mit Webhostern in den Kommentaren!
Newsletter 06/2011 – Internetrecht – Webimpressum, Urheberrecht, Datenschutz, Abmahnungen
Wir deutschen Jura-Laien (mich eingeschlossen), erwarten von Juristen oft, von ihnen einen Freibrief zu bekommen, dass alles rechtlich OK ist, was wir tun. Wir hätten am liebsten eine Checkliste, deren Punkte wir abarbeiten können, um sicher zu sein, dass wir niemals verklagt, abgemahnt oder auch nur mit einem Ordnungsgeld belegt werden.
Wir sind sehr deutsch, auch wir Blogger. Von Juristen müssen wir uns aber sagen lassen, dass es diese Sicherheit nie geben kann. Dass wir uns einfach trauen müssen, etwas zu tun. Das Leben ist einfach lebensgefährlich.
Diesen Aussagen bin ich in den letzen Wochen an zwei Stellen begegnet: in dem Buch „Online-Marketing und Recht“ von Martin Schirmbacher (nicht ganz so deutlich) und im Vortrag von Henning Krieg und Thorsten Feldmann (sehr deutlich).
Das Buch
In seinem Buch von fast 500 Seiten beschäftigt sich der Rechtsanwalt Martin Schirmbacher mit allen rechtlichen Fragen rund um die Website. Dabei beschränkt er sich nicht auf Fragen, die die eigene Site betreffen, sondern er beleuchtet auch Auftritte in Sozialen Medien wie Twitter oder Facebook und beschreibt, was bei Werbung zu beachten ist, die man auf anderen Sites schaltet. Schließlich gibt es noch ein eigenes Kapitel für alle Shop-Betreiber und auch Teilnehmer von Partnerprogrammen (Affiliate-Programmen) finden einige Tipps. Sogar Hinweise für die Gestaltung von Verträgen von Agenturen gibt es.
Anders als der Titel vermuten lässt, ist das Buch nicht nur das Richtige für alle, die Marketing und Werbung im Internet machen wollen, sondern vielmehr für jeden, der eine Website betreibt.
Natürlich gibt es Checklisten, die die konkrete Umsetzung für die eigene Site erleichtern. Aber, wie Schirmbacher schon in der Einleitung schreibt:
Komplexe rechtliche Fragestellungen können nicht in einem Praxis-Handbuch beantwortet werden, sondern bedürfen sorgfältiger juristischer Prüfung im Einzelfall. Jeder Fall […] ist anders.
Trotzdem ist das Buch meiner Meinung nach ein hervorragender Ratgeber, wie man die meisten rechtlichen Probleme vermeidet. Schirmbacher beschreibt die Fakten erfreulich klar. Er scheut nicht davor zurück, Sachverhalte so weit zu vereinfachen, dass auch wir juristische Laien verstehen, worauf es ankommt.
Schön ist auch, dass er immer praktische Beispiele bringt, die das Verständnis erleichtern.
Ich bin sicher, dass jeder Website-Betreiber einige Dinge finden wird, die er noch nicht wusste. Zum Beispiel:
- Wussten Sie, dass Domainnamen wie www.tauchschule-dortmund.de rechtlich nicht in Ordnung sind?
- Steht auf Ihrer Site auch ein allgemeiner Disclaimer, und fängt er eventuell sogar mit „Das Landgericht Hamburg hat entschieden…“ an? Das zeigt laut Schirmbacher, dass bei Ihnen nicht sorgfältig mit rechtlichen Dingen umgegangen wird. (siehe dazu auch ,Nutzlose Disclaimer‘ hier im Blog)
- War Ihnen klar, dass Sie mit dem Namen fremder Marken nicht ohne Weiteres werben dürfen, auch wenn Sie deren Produkte verkaufen?
- Wussten Sie, Popup-Werbung eine unzulässige Belästigung sein kann?
Der Workshop
Die Rechtsanwälte Henning Krieg und Thorsten Feldmann veranstalteten auf der re:publica 2011 den Workshop „Bloggen und Recht“. Zweieinhalb Stunden lang klärten sie wissbegierige Blogger über die rechtlichen Fallstricke auf, über die man bei der täglichen Arbeit im Netz stolpern kann. Sie sprachen locker und vor allem im Klartext über:
- Impressumspflicht
- Datenschutz
- Urheberrecht
- Persönlichkeitsrecht
- Marken- und Wettbewerbsrecht
- Haftungsfragen
- Abmahnungen
Ich dachte zunächst, ich würde hier nicht viel Neues erfahren, wurde aber positiv überrascht. Die beiden Anwälte erzählten Dinge, die sie so wohl nicht einmal ihn ihren Blogs schreiben. Sie setzten manches in die richtige Perspektive. Sie betonten, dass man praktisch immer in rechtliche Probleme geraten kann, wenn man sich öffentlich äußert. Sie halfen aber dabei, das Risiko dafür einzuschätzen, so dass jeder selbst beurteilen kann, wie hoch es jeweils ist.
Im Folgenden einige Erkenntnisse, die für mich neu waren bzw. Tipps, die ich wertvoll finde.
Webimpressum / Impressumspflicht
Jeder, der eine Website betreibt, die sich an die Öffentlichkeit richtet, braucht das „kleine Impressum“, also Name und Anschrift – nicht nur „gewerbsmäßige“ Anbieter (die brauchen das große Impressum). Ausführliche Infos bei: www.anbieterkennung.de
Die Impressumspflicht gilt auch für Twitter, Facebook-Seiten und auch für Gruppen auf Facebook oder Xing, wenn sie gewerbsmäßig betrieben werden. Es reicht aber, einen Link zur eigenen Website zu setzen. Bei Twitter zum Beispiel auf der Profil-Seite, bei Facebook und Xing in den Infos über die Seite bzw. Gruppe.
Datenschutz für Website-Betreiber
Krieg legte den Bloggern einen der wichtigsten Grundsätze des Datenschutzes ans Herz: Die Datensparsamkeit. Erhebe immer so wenig Daten wie möglich. Das verpflichtende Abfragen der E-Mailadresse beim Kommentieren in Blogs (Voreinstellung von WordPress) ist zum Beispiel rechtlich nicht in Ordnung, weil die Adresse nicht zwingend nötig ist.
Beide Anwälte betonten, dass die IP-Adresse in Deutschland von fast allen Gerichten zu den persönlichen Daten gerechnet wird. Man sollte also deren Speicherung vermeiden, etwa in den Logfiles seines Webservers.
Feldmanns Fazit:
Die Datenschutzgesetzgebung ist komplex und nicht stringent.
Kurz ging es um Google Analytics, dem Web-Analytics-System von Google. Dies ist nach der Meinung vieler Datenschützer in Deutschland illegal. Krieg und Feldmann empfohlen, zumindest die Variante zu nutzen, mit der keine IP-Adressen gespeichert werden.
Sie sagten aber, man solle das Problem mit Google Analytics in der Praxis nicht überbewerten. Viele ihrer Klienten würden es nutzen, aber bisher hätte niemand deshalb Ärger bekommen.
„Diese Einstellung finde ich scheiße.“ sagte dazu Joerg Heidrich, der im Publikum saß. Der Rechtsanwalt Heidrich ist Justiziar des Heise-Verlags und schreibt in der Zeitschrift c‘t des Öfteren über Internetrecht. Er hält Google Analytics in der „ungezähmten“ Variante für „Teufelszeug“, weil damit Google jede Menge Daten sammelt, ohne jegliche Kontrolle der Website-Betreiber oder -Besucher. Darauf konnten sich die drei Juristen einigen.
Einigen konnten sie sich auch auf die Empfehlung von Piwik als rechtlich sauberere Alternative zu Google Analytics.
Cloud Computing und Datenschutz
Personenbezogene Daten dürfen Sie nicht ohne Weiteres auf fremde Server hochladen. Das gilt auch für Cloud-Computing-Dienste wie Google Documents oder Dropbox. Adressen- oder E-Mail-Listen sollten Sie also unbedingt besser lokal speichern.
Haftung von Website-Betreibern
Bei der Frage nach der Haftung für Kommentare von Besuchern sagte Krieg, dass man zwei Möglichkeiten hat: Entweder man schaltet sie einzeln frei und ist dann sofort verantwortlich, oder man lässt sie einfach ungefiltert erscheinen. Denn sobald man von einem Rechtsverstoß weiß, muss man ihn unterbinden. Wenn man die Kommentare also nicht einzeln prüft, kann man von Verstößen nichts wissen. Sobald aber jemand darauf hinweist, muss man solche Kommentare sofort entfernen.
Urheberrecht
Zum Thema Urheberrecht erklärten Krieg und Feldmann, dass praktisch alles dem Urheberrecht unterliegt:
- Texte
- Zeichnungen, Fotos, Gemälde
- Videos
- Software
- Pläne (Stadtpläne, Architekturpläne…)
- Linksammlungen
- RSS-Feeds
Lediglich folgende Dinge seien frei nutzbar:
- Tagesaktuelle Ereignisse
- Zitate
- Zusammenfassungen (Abstracts)
- Links (auch solche auf Unterseiten)
Für Details empfahlen die beiden den Wikipedia-Artikel zum Urheberrecht und www.irights.info.
Was tun bei Abmahnungen?
Wenn man eine Abmahnung bekommt, sollte man Folgendes tun:
- Nerven behalten, aber die Abmahnung ernst nehmen
- mit dem Abmahnenden direkt reden, nicht mit dessen Anwalt
- ohne rechtliche Beratung nichts unterschreiben
- eigenen Anwalt suchen, der in dem Bereich Erfahrung hat
- mit dem eigenen Anwalt eine Honorarvereinbarung treffen
- Reichweite der Unterlassungserklärung prüfen
- Kosten mit dem Gegner verhandeln
Fazit zu Vortrag und Buch
Ich fand es sehr erfrischend, Juristen zuzuhören, die Klartext sprechen. Wer die Gelegenheit hat, Feldmann und/oder Krieg bei einem Vortrag zu hören, sollte das unbedingt tun.
Wer diese Gelegenheit nicht hat, oder wer tiefer in die Materie einsteigen will, der sollte sich das Buch von Schirmbacher besorgen. Es ist zwar nicht so unterhaltsam wie ein Vortrag, es liest sich aber für ein Fachbuch zum Thema Recht erstaunlich leicht. Es erspart sicher nicht in jedem Fall den Anwalt, aber es kann trotzdem helfen, das es nicht so schnell nötig wird, einen zu beauftragen. Und vor allem: es gibt einem als Website-Betreiber ein besseres Gefühl, weil man über die rechtlichen Gefahren Bescheid weiß.
Links
Newsletter 05/2011 – Das Leben ist ein Spiel – Gamification
Auf der re:publica 2011 hat Sebastian Deterding über Gamification berichtet. Gamification ist der Versuch, Websites und interaktive Anwendungen nutzbarer zu machen, indem man spielerische Elemente einsetzt.
Was ist Gamifikation?

Wer sich am häufigsten bei einem Ort anmeldet, wird bei Foursquare dessen Mayor (Bürgermeister).
Location Based Services wie Foursquare vergeben an ihre Nutzer Badges, also Abzeichen. Neben dem bekannten Mayor (Bürgermeister) gibt es zum Beispiel Badges für Pizza-Fans („Pizzaiolo“, 20 Check-Ins in Pizzerien) oder für Fitness-Freaks („Gym Rat“, 10 Check-Ins in 30 Tagen im Fitnessstudio).
Aber auch beim Business-Netzwerk Xing etwa gibt es Gamifikation-Ansätze: Hier sieht man zum Beispiel als Fortschrittsanzeige, wie viele Informationen man in seinem Profil schon ergänzt hat. Das soll motivieren, noch mehr Inhalte von sich preiszugeben.

Fortschrittsanzeige für die Profilinformationen bei Xing
Übliche Ansätze für die Umsetzung spielerischer Konzepte sind:
- Fortschrittsanzeigen
- Auszeichnungen, Fleißbildchen (Badges)
- Abschnitte, Stufen (Level)
- Punkte (Scores)
- Bestenlisten (Highscores)
Das Wissensportal StackOverflow setzt auf ein Punktesystem. Wer hier Fragen beantwortet, bekommt Punkte, und für bestimmte Punktzahlen gibt es Badges und Privilegien. Die über 500.000 Nutzer haben bisher 1,5 Millionen Fragen rund um das Thema Programmierung beantwortet.
Die iPhone-Anwendung EpicWin bringt spielerische Ansätze in beliebige Alltagsaufgaben: Hier kann man sich selbst Ziele setzen und wird dann dafür belohnt, wenn man sie erreicht. Das kann das Wegbringen von Altglas sein oder die tägliche Fitness.

Alltägliche Aufgaben werden zum Spiel mit EpicWin.
Ein alter Hut?
Ein Kritikpunkt ist, dass Gamifikation nur ein Modewort ist, unter dem Ansätze zusammengefasst werden, die es schon länger gibt. Das bestreitet kaum jemand – dennoch lohnt es sich für Konzepter darüber nachzudenken, ob man mit spielerischen Ansätzen die User Experience seiner Anwendungen verbessern kann.
Sebastian Deterding stellte bei seiner Präsentation die zwei Gegenpositionen zum Hype um das Thema Gamifikation vor:
Gabe Zichermann (Marketing-Berater):
Alles lässt sich mit Games verkaufen.
Margaret Robertson (Game Designer):
Gamificiation ist Shake Oil 2.0 – also eine Mogelpackung.
Möglichkeiten von Gamifikation
In seinem Vortrag war Deterding durchaus kritisch. Er untersuchte, was an den derzeitigen Umsetzungen schlecht gelöst ist. Es fehlen aus seiner Sicht:
- Herausforderungen
- Relevanz
- Autonomie
Die Herausforderungen müssen in kleine Schritte unterteilt werden, die immer schwieriger werden sollen. So wie sich in einem Computerspiel schwere mit leichteren Levels abwechseln, in der Tendenz aber zunehmend schwerer werden. Dabei ist es wichtig, den Nutzer auch einmal scheitern zu lassen. Am Scheitern lernt er, was er falsch gemacht hat, beim nächsten Versuch lernt er, wie er es richtig macht.
Relevanz ist wichtig, weil die spielerische Aufgabe für den Nutzer auch eine Bedeutung haben muss. Ansonsten nimmt er sie nur als Hindernis wahr, um das zu tun, was er mit der Anwendung machen will.
Einfach nur Badges zu verteilen, wie es Foursquare macht, trägt auf Dauer nicht. Das setzt nur auf Feedback, ein anderer wichtiger Teil.
Ein anderes Problem ist, dass Belohnungen dazu führen können, dass die Tätigkeit an sich entwertet wird. („Wenn ich eine Belohnung bekomme, etwas zu tun, ist die Tätigkeit für sich offenbar nichts wert.“)
Autonomie bedeutet, Freiheiten zu haben, Dinge zu tun, die die Entwickler nicht vorhergesehen haben. So gibt es Nutzer, die im Facebook-Spiel Farmville ihre Felder so gestalten, dass die Anordnung der Pflanzen ein Bild ergibt. Auch mySpace bot vor einigen Jahren als erstes Soziales Netz Freiheiten wie kein anderes – ein Grund für den damaligen großen Erfolg.

Die Site farmvilleart.com veranstaltet Wettbewerbe für die kreativste Feldbepflanzung.
Tipps zur Umsetzung von Gamfikation in Anwendungen
Deterding empfahl allen, die Gamifikation-Ansätze ausprobieren wollen, Folgendes:
- Stelle den Prozess, nicht Funktionen in den Mittelpunkt.
- Lerne die Regeln des Gamedesigns an echten Spielen.
- Kenne deine Nutzer.
- Teste & iteriere Prototypen.
Der große Erfolg des iPhone-Spiels Plants vs. Zombies ist zum Beispiel nicht vom Himmel gefallen. Ganze drei Jahre lang haben die Entwickler Prototyp nach Prototyp gebaut und mit Spielern getestet, bis sie die fertige Version online stellten.
Wie immer bei der Konzeption ist es also wichtig, Dinge nicht an der Zielgruppe vorbei zu entwickeln. Es macht Spaß, spielerische Ansätze umzusetzen. Achten Sie aber auch darauf, dass es Ihren Nutzern langfristig ebenso geht. Sonst sind Sie am Ende der einzige verbleibende Nutzer Ihrer Anwendung.
Links
http://j.mp/spieldasleben
Deterdings Präsentation auf der re:publica – nur die Folien ohne den Sprechertext sind schön anzuschauen, aber für sich allen nicht richtig hilfreich (wie bei jeder guten Präsentation).
http://codingconduct.cc/#184120/Gaming-it?
Inhaltlich recht ähnliche Präsentation mit Kommentaren – dadurch besser geeignet, um die Position von Deterding zu erfassen.
www.youtube.com/watch?v=zSiHjMU-MUo
Video über die Gamifikation des Sammelns von Altglas
Newsletter 04/2011 – Google AdWords richtig nutzen
Wie man mit Suchmaschinenoptimierung auf die ersten Plätze der Trefferlisten bei Google und Co kommt, darum ging es im letzten Newsletter. Es gibt aber natürlich noch die Möglichkeit, auf den Trefferseiten eine Anzeige zu schalten – Google AdWords.

Google AdWords werden über & neben den organischen Suchergebnissen angezeigt.
Eine Anzeige bei Google zu buchen geht schnell und kostet auch nicht viel – nur etwas Zeit. Wenn man es aber richtig machen will, dann muss man sich in das Thema ordentlich einarbeiten. Denn auch wenn man nur ein paar Euro am Tag ausgibt, will man doch, dass diese nicht zum Fenster hinausgeworfen sind.
Dazu habe ich mir zwei Bücher angesehen: Google AdWords von Andrew Goodman (Addison-Wesley-Verlag) und Google Marketing von Susanne Rupp (Markt+Technik-Verlag).
Das Buch von Andrew Goodman hat 459 Seiten und ist für alle, die es gern richtig umfassend haben. Goodman beginnt mit einigen Seiten Geschichte der Suchmaschinen und fängt erst auf Seite 109 mit der Praxis an. Dafür stellt er aber alle Aspekte im Detail vor, auch fortgeschrittene Themen wie Split-Testing oder Tipps für die Optimierung von Suchwörtern auf wenig gesuchte Begriffe. Grundlegende Tipps zur Auswahl der Suchwörter und zum Formulieren der Anzeigen gibt er natürlich reichlich.
Die Keywords (Schlagwörter oder Suchwörter)
Wenn Sie eine Anzeige bei Google schalten wollen, schreiben Sie am besten eine Liste mit den Keywords (Suchwörtern), unter denen Sie gefunden werden wollen. Denken Sie auch an ungewöhnliche Wörter oder Wortkombinationen. Sehen Sie in den Logfiles Ihrer Website nach, über welche Suchworte bei den Suchmaschinen die Nutzer derzeit auf Ihre Site kommen.
Je allgemeiner die Suchworte, desto eher sollten Sie mehrere kombinieren. „Schuhe“ ist als Suchwort teuer und sehr unspezifisch. Wenn Sie aber „Schuhe handgefertigt“ oder „extravagante Schuhe“ buchen, ist die Anzeige zum einen meist günstiger, zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Suchende auch tatsächlich das sucht, was Sie anbieten.
Google bietet auch einen Dienst, der ihnen passende Keywords vorschlägt. Sie geben ein Suchwort ein und bekommen eine Liste mit Synonymen und anderen Wörtern, die oft mit dem von Ihnen eingegebenen zusammen gesucht werden.
Auch falsche Schreibweisen von Wörtern (z. B. „Scuhe“) können interessant sein – diese sind normalerweise viel günstiger als die richtig geschriebenen Wörter und können trotzdem sehr erfolgreich sein.
Die Anzeige erstellen
Wichtig beim Formulieren des Anzeigetexts: Versetzen Sie sich in die Situation des Menschen, der in Google ein Suchwort eingibt. Worauf spricht er an? Verwenden Sie die Wörter, an die er denken würde – statt „preisgünstig“ denken die meisten Menschen eher an „günstig“ oder gar „billig“.
Fassen Sie sich so kurz wie möglich. Der Besucher sieht nur den Bruchteil einer Sekunde auf Ihre Anzeige, und da muss ihm ein Wort ins Auge springen, das ihm vermittelt, dass diese Anzeige relevant für ihn ist.
Eine AdWords-Anzeige hat drei Bestandteile:
- Die Titelzeile (Überschrift, max. 25 Zeichen)
- Den Anzeigentext (zwei Zeilen, je max. 35 Zeichen)
- Den Link (max. 35 Zeichen)
Die Titelzeile sollte die Keywords aufgreifen, bei denen Sie die Anzeige schalten. Nur so erkennt der Suchende sofort, dass Ihre Anzeige relevant für ihn ist.
Der Anzeigentext ist der schwierigste Teil. Er sollte in so wenig Worten wie möglich klar machen, was Sie anbieten. Gleichzeitig sollte er sich von den Texten der Konkurrenten unterscheiden. Und er sollte am besten auch auffordernd sein, ohne aufdringlich zu werden. „Kaufen Sie jetzt!“ oder „Jetzt kaufen!“ ist in den meisten Fällen zu heftig. „Finden Sie…“ oder „Lassen Sie sich…“ sind meist besser geeignet.

Kurz und knackig sollten Ihre Anzeigentexte für AdWords sein.
Der Link schließlich sollte auf eine so genannte Landing Page verweisen (siehe nächster Abschnitt). Gut ist, wenn der Link auch ein oder mehrere Keywords enthält.
Die angezeigte URL darf maximal 35 Zeichen haben, die tatsächlich verlinkte URL aber bis zu 1028. So können Sie auch komplizierte Shop-Links verwenden (wie www.ihre-site.de/shop/produkte/schuhe/herren/extravagant/meine-marke/mein-modell?73646hgglu).
Die Landing Page
Wenn ein Nutzer einer Suchmaschine auf Ihren Link anklickt, haben Sie ihn genau da, wo Sie ihn haben wollen. Aber ist er auch genau da, wo er sein will?
Sie müssen ihm sofort das Gefühl geben, dass er hier findet, was er sucht. Am besten legen Sie daher für jede Anzeige eine eigene so genannte Landing Page (Landeseite oder Zielseite) an. Auf dieser erklären Sie, warum Sie genau das bieten, was er sucht. Die Schlüsselwörter, die Sie in der Anzeige verwendet haben, müssen hier auch ganz schnell sichtbar sein, also zum Beispiel in der Überschrift.
Ein Link von der Anzeige auf Ihre Startseite ist immer nur eine Notlösung. In den meisten Fällen lohnt es sich nicht, AdWords zu schalten und dann keine speziellen Landing Pages zu haben. Denn die Besucher klicken dann ganz schnell den zurück-Button und sie haben das Geld für diesen Klick zum Fenster herausgeworfen.
Fazit zum Buch von Goodman
Preis: EUR 5,99
All das erklärt der Autor im Detail und wer das Buch ganz gelesen hat, weiß wirklich bescheid. Die Kapitel sind allerdings auch so geschrieben, dass man sie am Stück durchlesen sollte. Zum schnellen Nachschlagen ist das Buch weniger geeignet. Übersichten, Tabellen oder viele Abbildungen sucht man vergeblich. Die meisten Beispiele sind leider nicht lokalisiert, aber die Abbildungen der Benutzeroberfläche sind mit der deutschen Version von Google AdWords erstellt worden.
Fazit zum Buch von Rupp
Im Gegensatz zu Goodman kommt Susanne Rupp in ihrem Buch Google Marketing sehr schnell zum Punkt. Es geht darin nicht nur um Google AdWords, sondern auch um Suchmaschinenoptimierung, Google Analytics und AdSense. Das klingt zunächst nach ganz schön viel für 367 Seiten, funktioniert aber sehr gut.
Preis: EUR 29,95
Gerade wer nicht gleich zum Experten für AdWords werden will, wird den Stil der Autorin schätzen. So kann man gleich loslegen und seine Anzeigen-Kampagnen nach und nach verbessern. Auch zum Nachschlagen ist das Buch gut geeignet.
Für alle, die möglichst schnell mit eigenen Anzeigen loslegen wollen, ist mein Tipp ganz klar das Buch von Susanne Rupp. Wer später noch tiefer einsteigen will, der kann später immer noch zum Titel von Goodman greifen.
Newsletter 03/2011 – Strategie zur Suchmaschinenoptimierung
Die schönste Website nützt nichts, wenn sie keine Besucher hat. Daher ist das Thema Suchmaschinen-Optimierung ein Dauerbrenner. Schon zwei Mal ging es hier im Newsletter um SEO (Search Engine Optimization): 2003 (Seiten für Suchmaschinen optimieren) und 2008 (Suchmaschinen-Optimierung ohne Fehler).
Vom Grundsatz her gelten beide Texte noch, hier nun aber eine Sammlung aktueller Tipps, wie Ihre Seiten noch besser gefunden werden.

Seit 2009 mischt Microsoft im Suchmaschinenmarkt mit Bing mit. Bedienung und Ergebnisse unterscheiden sich nur im Detail von Google.
Fehler vermeiden – so werden Sie gefunden
Eine Sache, die heute fast alle Websites richtig machen: Inhalte werden nur noch selten in Flash oder Grafiken versteckt. Beides können Suchmaschinen nicht ohne Weiteres auswerten, daher verzichten inzwischen die Meisten auf reine Flash-Sites und auf Text, der als Grafik dargestellt wird. Ebenso sind Flash- und Javascript-Menüs genauso wie Frames zu Recht praktisch ausgestorben.
Auch die so genannten Brücken-Seiten (doorway pages) findet man kaum noch. Das sind Seiten ohne sinnvolle Inhalte, die nur angelegt werden, um Suchmaschinen anzulocken. Suchmaschinen erkennen solche Seiten mittlerweile recht gut und bestrafen die Sites, die sie verwenden, mit einer Herabsetzung der Wertung.
Die richtige SEO-Strategie
Bei der Suchmaschinen-Optimierung können Sie heute eine von zwei Strategien verfolgen:
- Die geschmeidige Strategie
- Die kämpferische Strategie
Bei der geschmeidigen Strategie arbeiten Sie mit Google, bei der kämpferischen gegen Google.
Die geschmeidige SEO-Strategie
Bei dieser Strategie versuchen Sie, die Inhalte so gut zu machen, dass die Suchmaschinen sie ganz oben auf den Trefferlisten aufführen. Sie unterstützen Google & Co., die Inhalte korrekt zu indizieren und verlassen sich darauf, dass Qualität gewinnt. Das geht natürlich nicht ganz ohne Anstrengung – hochwertige Inhalte machen Arbeit.
Der Vorteil aber ist, dass Sie nur das tun müssen, was Sie sowieso tun müssen, um eine Site zu betreiben, die bei den Nutzern – den Menschen – ankommt.
Das verliert man manchmal aus dem Blick, wenn man sich zu sehr auf die Suchmaschinen fixiert. Aber dennoch: Diese versuchen, die Site möglichst so zu beurteilen, wie sie auch ein Mensch beurteilen würde, denn die Trefferlisten sind für Menschen, nicht für Maschinen.
Die kämpferische SEO-Strategie
Bei diesem Ansatz laufen Sie der Entwicklung immer hinterher. Sie müssen Ihre Seiten ständig optimieren, weil Sie gleichzeitig gegen zwei Gegner kämpfen: gegen die Suchmaschinen und gegen Ihre Konkurrenten.
Die Suchmaschinen verändern ihre Algorithmen ständig, um Manipulationen so gut wie möglich zu verhindern und um die Ergebnisse immer besser zu machen.
Ihre Konkurrenten im Web versuchen genau so wie Sie, ihre Seiten möglichst weit oben in den Trefferlisten zu platzieren.
Wenn Sie die kämpferische Strategie verfolgen, müssen Sie viel Zeit investieren, um Ihre Seiten immer wieder zu optimieren und um auf dem Laufenden über die neuesten Detailentwicklungen im Bereich der Suchmaschinen zu bleiben. Meist ist es dann sinnvoller, einen speziellen Dienstleister mit der Suchmaschinen-Optimierung zu beauftragen, der muss die neuesten Tricks sowieso kennen.
Haben Sie eine Site, die sehr viel Umsatz generiert, dann kann es sich lohnen, die kämpferische Strategie zu verfolgen. In fast allen Fällen ist es aber sinnvoller, die Zeit, die Sie in die Optimierung für Maschinen stecken, statt dessen zu investieren, um Ihre Seiten für Menschen besser zu machen. Das bringt Sie automatisch auch auf den Trefferlisten nach vorn.
Daher meine klare Empfehlung für alle, die keinen großen Shop und keine Top-Marke betreuen: wählen Sie die geschmeidige Strategie. Das ist besser für Ihre Nerven und auch für Ihre Benutzer.
Wie erleichtere ich den Suchmaschinen die Arbeit?
In jedem Fall müssen Sie dafür sorgen, dass die Suchmaschinen sich auf Ihren Seiten zurecht finden. Dazu müssen Ihre Seiten nach deren Erwartungen aufgebaut sein.
Doch wo sollten Sie anfangen, Ihre Seiten zu optimieren? Natürlich bei denen, die für Sie am wichtigsten sind – also normalerweise die Startseite und die Seiten, auf denen die Benutzer das tun, wofür Sie die Site betreiben (also z.B. kaufen, eine Anfrage schicken, einen Newsletter abonnieren etc.).
Dann sorgen Sie dafür, dass die folgenden Dinge für Ihre Seiten zutreffen (mit abnehmender Wichtigkeit):
- Einzigartige Inhalte (Texte)
- Richtige Schlüsselwörter
- Ordentliche Struktur, beschreibende Überschriften, Bildtexte & Links
- Keine doppelten Inhalte, nur eine Domain
- Individuelle Titles und Descriptions für jede Seite
- Crawlbare Struktur, Archive für alte Blogeinträge oder Newsletter
- Valides HTML, ordentliche interne Verlinkung
- Aussagekräftige URLs, relevante Kurztexte („Snippets“)
- Kurze Ladezeit
Im Folgenden ein paar Erklärungen zu den einzelnen Punkten. Sie sind als Gedächtnisstütze gedacht – wenn Sie weiterführende Infos brauchen, gehen Sie zu den Links am Ende des Newsletters.
Einzigartige Inhalte (Texte)
Am wichtigsten für den Erfolg sind gute, aktuelle Texte, die ausschließlich auf Ihrer Site stehen.
Richtige Schlüsselwörter
Bringen Sie die Wörter, unter denen Sie gefunden werden wollen im Titel, in der Beschreibung der Seite, in den Überschriften und im Fließtext. Übertreiben Sie es aber nicht, mehr als 3–5 Prozent der Wörter sollten die Schlüsselwörter nicht ausmachen.
Ordentliche Struktur, beschreibende Überschriften, Bildtexte & Links
Strukturieren Sie den Text so, dass Menschen wie Maschinen damit etwas anfangen können.
Keine doppelten Inhalte, nur eine Domain
Duplicate Content, also doppelte Inhalte, werden von Google bestraft. Das gilt auch für Texte, die sich mehrfach auf Ihrer eigenen Site finden.
Ihre Site sollte nur einmal erreichbar sein (nicht etwa unter http://wwww.ihresite.de und unter http://ihresite.de – richten Sie eine Umleitung ein, wenn das der Fall sein sollte).
Individuelle Titles und Descriptions für jede Seite
Die Meta-Tags title und description sind die einzigen, welche die Suchmaschinen auswerten und anzeigen.
Ordentliche Struktur, Archive für alte Blogeinträge oder Newsletter
Damit sich Suchmaschinen und Benutzer zurecht finden, sollte die Verzeichnisstruktur so flach wie möglich sein. Die Namen der Verzeichnisse sollten möglichst die wichtigen Schlüsselworte enthalten.
Sorgen Sie dafür, dass auch alte Seiten noch erreichbar sind.
Valides HTML, ordentliche interne Verlinkung
Stellen Sie sicher, dass Ihre Seiten gültiges HTML haben.
Verlinken Sie alle Seiten nachvollziehbar, nach einheitlichem Schema.
Aussagekräftige URLs, relevante Kurztexte („Snippets“)
Sorgen Sie dafür, dass die URL zu jeder Seite die wichtigsten Schlüsselwörter enthält. Prüfen Sie bei Google, ob die dort angezeigten Kurztexte (Snippets genannt) bei den wichtigsten Suchworten für Ihre Seiten korrekt sind.
Kurze Ladezeit
Auch die Ladezeit geht mit in die Wertung Ihrer Seiten ein. Allerdings nur mit einer relativ geringen Gewichtung.
Weiter werben für die Website
Zur geschmeidigen SEO-Strategie gehört auch, dass Sie nicht nur auf Ihre eigene Site sehen. Betreiben Sie auch so genannte off-site-Optimierung. Online wie auch offline:
Setzen Sie URL in die Signatur jeder E-Mail, die Sie und Ihre Mitarbeiter verschicken. Weisen Sie Kunden und Geschäftspartner dezent darauf hin, dass Sie auf Ihre Site verlinken können.
Von Werbung in Blogkommentaren, Facebook- oder Xing-Gruppen und Foren ist abzuraten. Hier diskutieren Einzelpersonen Sachthemen. Mit plumper Werbung können Sie viele erboste E-Mails auslösen und Ihrem Image langfristig schaden. Mit guten Sachbeiträgen machen Sie dagegen Punkte. Dass am Fuß Ihres Eintrags die URL Ihrer Site steht, ist nur legitim und kann Benutzer auf die Site locken.
Ihre URL gehört auf alle Briefe, Unterlagen, Waren, Geschenke, Pressemitteilungen usw., die das Haus verlassen. Für Ladengeschäfte, Praxen, Kanzleien und alles mit einem Ortsbezug kann man auch über Plakatwerbung etc. nachdenken.
Ebenso sind Verzeichnisse (on- und offline) eine gute Möglichkeit, auf Ihre Site hinzuweisen.
Haben Sie noch mehr Tipps zur Suchmaschinen-Optimierung? Dann schreiben Sie diese in die Kommentare!
Links
http://seo-news.de/archives/2008/02/04/grundlagen-der-suchmaschinenoptimierung
Hervorragendes kostenloses E-Book mit technischen Tipps zur Suchmaschinenoptimierung
www.seomoz.org/blog/the-web-developers-seo-cheat-sheet
Gute Übersicht auf einer Seite zum Ausdrucken (Spickzettel)
http://googlewebmastercentral-de.blogspot.com/2008/11/googles-einfuehrung-in.html
PDF von Google mit Tipps zu SEO
www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=en&answer=35769
Die (englischen) Google Webmaster Tools mit Tipps zur Optimierung
http://help.live.com/help.aspx?mkt=en-us&project=wl_webmasters&querytype=&query=&tmt=&domain=help.live.com&format=b1
Das Pendant von Microsoft: Bing Webmaster Center
http://validator.w3.org/
Der Link-Validator des W3C. Hiermit überprüfen Sie, ob Ihre Seiten korrektes HTML enthalten.
http://websitegrader.com
Sehr guter Dienst, der umfangreiche Tests mit der eigenen Website durchführt. Macht auch Verbesserungsvorschläge.
http://code.google.com/intl/de-DE/speed/page-speed/download.html
Tipps von Google zum Testen und Optimieren der Ladegeschwindigkeit
http://tools.pingdom.com
Einfacher Dienst, um die Ladegeschwindigkeit einer Seite zu testen
www.benutzerfreun.de/marketing_pr_seo/suchmaschinenoptimierung-mit-bildern/
Tipps, wie Sie Bilder nutzen, um in Suchmaschinen gefunden zu werden.
www.benutzerfreun.de/umsetzung/nutzliche-wordpress-plug-ins/
Hier finden Sie unter anderem die Beschreibung eines PlugIns, das für die Suchmaschinenoptimierung bei WordPress unentbehrlich ist.
www.htmlist.com/how-to/a-simplemod_rewrite-tutorial/
Die beste Erklärung für mod_rewrite, die ich bisher finden konnte. Damit werden suchmaschinenfreundliche Weiterleitungen auf dem Server endlich verständlich.
Newsletter 02/2011 – Kleine Wörter, große Wirkung – Microcopy
Wie verbessern Sie am schnellsten Ihre Website? Verbessern Sie ihren Text. Text ist tückisch. Bei uns kann jeder Lesen und Schreiben, Text kann man sehr schnell schreiben und die technischen Mittel, die man dazu braucht, sind überall problemlos verfügbar. Deshalb wird Text bei den meisten Projekten vernachlässigt. Nicht selten ist er das Letzte, was man am Ende eines Webprojektes erstellt – die Seiten werden mit Text aufgefüllt. Und dementsprechend ist dann auch die Qualität. Der Haken dabei ist: Der Text ist letztlich fast bei jeder Website das, wofür diese überhaupt umgesetzt wird. Denn ohne Text kommt kein Verkauf zustande, ohne Text ruft Sie niemand an und gibt Ihnen einen Auftrag.
Die Startseite von Pixelpark, auf der ich alle Texte gelöscht habe, die weder Überschrift noch Navigation sind. So wäre die Seite wenig zielführend.
Um längere Texte ging es hier schon öfter (zum Beispiel im Newsletter 07/2008 oder im Newsletter 09/2005). Diesmal beschäftigen wir uns mit den ganz kurzen Texten, also Überschriften, Beschriftungen, Erklärungen für Formulare und so weiter. Im Englischen gibt es dazu das schöne Wort „Microcopy“, was ungefähr „Kurztext“ bedeutet. Die Namen von Seiten, Kategorien und Navigationselementen lassen wir dabei außen vor, die entstehen meist schon beim Anlegen der Informations-Architektur, beim Zeichnen der Sitemap oder beim Schreiben des Feinkonzepts.
Kurze haben es schwer
Kurztexte werden sogar noch stiefmütterlicher behandelt als ihre großen Geschwister, die Seitentexte, also der eigentliche Inhalt der Seiten. Denn man vergisst sie leicht. Dass Kurztexte gebraucht werden, stellt oft erst der Programmierer fest, wenn er etwa ein Formular anlegt. Oder man merkt beim ersten internen Test der Seiten, dass ein Formular ohne weitere Erklärung unverständlich ist. Schnell schreibt man noch einen kleinen Text neben das kryptische Formularfeld und meint, das Problem sei gelöst.
Wer seine Seiten mit Benutzern testet, merkt dann, dass diese schnelle Lösung selten den gewünschten Erfolg bringt. Nachträglich Erklärungen hinzuzufügen ist meist keine Lösung für Usability-Probleme. Mehr Erklärungen führen meist zu mehr Verwirrung. Kurztexte können die Gestaltungsfehler von Benutzeroberflächen nur selten ausbügeln.

Eingabe von Details einer Geschenksendung bei Tchibo. Nicht schlecht, nur als Neukunde frage ich mich, warum die Grußkarte 'zusätzlich' ist. Die Angabe der maximalen Zeichenanzahl für den Grußtext hätte man mit der noch verfügbaren Zeichenzahl zusammenfassen können.
Wie schreibt man gute Kurztexte?
Es lohnt sich, Zeit in Kurztexte zu investieren. Wenn sie darüber entscheiden, ob Ihre Besucher zu Kunden werden, sollten Sie ihnen sogar einige Stunden widmen. Bei ganz wichtigen Texten, etwa beim Bestellvorgang, können Sie so weit gehen, sogar ein kleines Konzept für jeden Text zu schreiben. Das geht oft schneller, als lange darüber zu brüten. Man hat seine Gedanken einmal ausformuliert und muss sie nur noch auf eine möglichst kurze, griffige Formulierung bringen.
Fassen Sie also in Worte (so viele Sie wollen), was genau der Text beschreiben soll und was Sie mit ihm erreichen wollen. Ein Beispiel für solch eine Aufgabenbeschreibung:
Der Text soll dem Benutzer klar machen, dass er seine Mailadresse angeben soll, um unseren Newsletter zu abonnieren. Er soll wissen, dass er diesen nur einmal pro Monat bekommt. Und er bekommt keinen Spam, weder von uns, noch von anderen Firmen. Den Newsletter kann er jederzeit wieder abbestellen.
Der Kurztext neben dem Formularfeld „Ihre Mailadresse“ und dem Button „Newsletter abonnieren“ könnte also lauten:
Sie bekommen 1x pro Monat unseren Newsletter (jederzeit kündbar). Wir nutzen Ihre Adresse für nichts sonst und geben sie nicht weiter.
Bei diesem Vorgehen merken Sie auch, wenn Sie zu viel mit einem kurzen Text erreichen wollen. Wird die Beschreibung länger als fünf, sechs Sätze, dann überlegen Sie nochmal. Sind alle diese Informationen jetzt tatsächlich so wichtig? Kann man manche von ihnen weglassen oder an anderer Stelle geben? Denken Sie immer daran: Je mehr Informationen Sie an einer Stelle unterbringen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie überhaupt wahrgenommen werden.
Hilfestellung geben
Kurztexte geben den Nutzern Hilfestellung. Sie können an verschiedenen Stellen stehen:
- Direkt neben dem Element eines Formularfelds o.Ä.
- Verborgen hinter einem Link, der ein neues Fenster öffnet oder besser noch einen kleinen Kasten (Pop-Up)
- Als Fehlermeldung mit Tipps zur Fehlerbehebung
Seien Sie nicht zu technisch, sondern versuchen Sie sich immer in die Situation des Benutzers zu versetzen. Machen Sie ihm keine Vorwürfe, sondern formulieren Sie neutral. Und geben Sie ihm Hilfestellung.
Schreiben Sie zum Beispiel nicht nur:
Passwort und/oder Benutzername falsch
Oder gar:
Sie haben Ihr Passwort oder den Benutzernamen falsch eingegeben.
Sondern:
Wir haben keine Kombination dieses Benutzernamens mit diesem Passwort gefunden. Ist vielleicht die Feststelltaste Ihrer Tastatur gedrückt? Oder haben Sie Ihr Passwort vergessen? Dann fordern Sie ein neues an.
Bedenken zerstreuen
Mit Kurztexten können Sie eventuelle Bedenken Ihrer Benutzer zerstreuen. Wenn diese etwa ihre E-Mail-Adresse angeben sollen, dann können Sie allein mit dem Satz „Wir geben Ihre Adresse nicht weiter und schicken Ihnen nur…“ den Erfolg Ihrer Site erhöhen. Denn die meisten Menschen haben Sorge, noch mehr Spam zu bekommen und zögern daher, ihre Adresse zu verraten.
Weitere Beispiele für solche Kurztexte sind:
- Die Registrierung dauert weniger als drei Minuten und ist kostenlos.
- Ihre Daten werden über eine sichere Verbindung übertragen.
- Sie bekommen von uns nur einmal in der Woche den Newsletter, sonst nichts.
- Sie können Ihren Domainnamen später jederzeit wieder ändern.
- Ihre Daten können Sie jederzeit exportieren.
- E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Generell sollten Sie aber extrem sparsam mit solchen Hinweisen umgehen. Jedes Wort mehr macht Ihre Seite unübersichtlicher und kann das Gegenteil von dem bewirken, was Sie erreichen wollen. Als Faustregel gilt: pro Formularseite, Textkasten oder Pop-Up nur ein solcher Hinweistext.
Das beste Vorgehen ist, auf solche Texte zunächst ganz zu verzichten. Machen Sie dann Usability-Tests mit Ihrem Formular und achten Sie darauf, was Ihnen die Testpersonen dabei erzählen. Äußern sie Bedenken, die sie ernsthaft davon abhalten könnten, ihre Aufgabe abzuschließen, dann ergänzen Sie Hinweistexte. Testen Sie dann nochmal, ob die Texte die Benutzerfreundlichkeit verbessern konnten.
Wenn Sie mehr als ein, zwei Besucher pro Tag auf Ihrer Website haben, dann können Sie auch beide Versionen direkt online testen (A/B-Test) – eine mit, eine ohne Hinweistext. Nach ein paar Tagen werden Sie die Ergebnisse aus und behalten nur die bessere Version.

Anmeldung zur Online Petition des Bundestags. Erklärungstexte lieber in Grau, das macht klar, dass sie Zusatzinfos sind. Außerdem laufen sie zu breit.
Sagen Sie’s mit Stil
Finden Sie die richtige Balance zwischen Kürze und Höflichkeit. Beschriftungen sollten vor allem kurz sein, Erklärungen und vor allem Fehlermeldungen ausführlicher.
Und alles, was direkt auf der Seite steht, sollte kurz sein, alles, was erst nach Klick erscheint, kann länger sein.
Verzichten Sie auf Floskeln wie „willkommen“, „es tut uns aufrichtig leid“ oder „wir bemühen uns aufrichtig“. Bleiben Sie knapp, aber höflich. Statt:
Wir bedauern sehr, dass ein Fehler aufgetreten ist. Wir bemühen uns, Probleme zu beheben, daher möchten wir Sie bitten, sich an unsere Kundenbetreuer zu wenden. Das können Sie auf dieser Seite tun.
Schreiben Sie lieber:
Ihre Anfrage konnte leider nicht übermittelt werden. Bitte kontaktieren Sie einen Kundenbetreuer, er hilft Ihnen weiter.
Bleiben Sie sprachlich bei einem Stil. Sind Ihre Besucher erfahrene Web-Nutzer, belasten Sie sie nicht mit ausschweifenden Erklärungen. Sind es vor allem Gelegenheitssurfer, unterstützten Sie sie mit ausführlichen Informationen.
Noch besser als kurzer Text: kein Text
Wenn Sie feststellen, dass Sie mehrere längere Hinweistexte auf einer einzigen Seite brauchen, dann sollten Sie Ihr Formular überarbeiten. Oft können Sie durch Verbesserung der Beschriftung einen Hinweistext überflüssig machen.
Ein Beispiel: Verwendet man seine Kreditkarte beim Bezahlen, muss man auch seine Adresse angeben. Das muss die Adresse sein, die auf der Karte hinterlegt ist, sonst schlägt die Sicherheitsüberprüfung fehl. Haben Sie nur ein Feld „Adresse“, dann ist Ärger vorprogrammiert. Manche Nutzer werden dort die gewünschte Lieferadresse eintragen oder die Adresse ihres Zweitwohnsitzes. Abhilfe schafft ein Erklärungstext:
Name und Anschrift müssen mit den Informationen der Kreditkarte übereinstimmen.
Das hilft. Besser aber wäre es, die Beschriftung des Feldes umzubenennen:
Rechnungsadresse der Kreditkarte
Haben Sie gelungene Beispiele für Kurztexte/Microcopy? Oder abschreckende? Verlinken Sie sie in den Kommentaren!
Links
http://24ways.org/2009/the-construction-of-instruction
Schön zu lesender Artikel (englisch) mit kleinen Geschichten, warum Microcopy so wichtig ist.
http://theelearningcoach.com/elearning_design/writing-microcopy
Ein paar gute Tipps (englisch), die zwar fürs E-Learning gedacht sind, aber allgemein gültig sind
http://msdn.microsoft.com/en-us/library/aa974176.aspx
Die Richtlinien für Benutzerschnittstellen von Micosoft (englisch), Abschnitt Text
www.stickycontent.co.uk/blog/2008/12/15/online-forms-how-to-get-the-copy-right
Sehr guter Artikel über Formulare und wie man sie richtig anlegt (englisch)
www.useit.com/alertbox/980906.html
Jakob Nielsen über Microcontent (englisch)











